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TSG Neustrelitz: Interview mit Benjamin Lowens

Die TSG Neustrelitz hat seit vergangenen Monat einen neuen Torhüter unter Vertrag genommen. Der zuletzt vereinslose Benjamin Lowens (26 Jahre) unterschrieb einen Vertrag beim Tabellenführer der Regionalliga Nordost und erhielt die Rückennummer Eins. Unsere Partnerwebseite HFM-TV hat die Zeit gefunden, ein interessantes Interview mit dem “Neu-Neustrelitzer” vor der Kamera mit Moderator Norman Landgraf in Leipzig zu führen.

Interview mit Benjamin Lowens –

*TV-Erstausstrahlung war am 5. Februar 2014 bei Leipzig Fernsehen. Die TV-Aufzeichnung fand bei “Kochen und Kunst” in Leipzig statt.

News TSG Neustrelitz –

(…) Gestern 12.30 Uhr starteten die Regionalliga-Kicker in das Trainingslager am Mittelmeer. Bis zum 14. Februar schlagen die Fußballer von TSG-Coach Thomas Brdaric ihre Zelte in Side, knapp 80 Kilometer von Antalya entfernt, in einem 5-Sterne-Hotel auf. Bei milden Temperaturen um 16 Grad will sich der Spitzenreiter den letzten Feinschliff für die Rückrunde holen. Mit an Bord waren 24 TSG-Spielern, darunter auch alle sechs Neuzugänge. Einzig TSG-Stürmer Collins Abiola Folarin konnte nicht mitreisen, da es Probleme mit dem Visum für den 20-jährigen Nigerianer gab. Der Offensivspieler hält sich somit in der Heimat fit. “Durch die guten Kontakte von Thomas Brdaric trainiert Collins Abiola Folarin beim FC St. Pauli II die Tage mit”, sagte Oliver Bornemann.

Zudem flog Co-Trainer Marco Weißhaupt aus gesundheitlichen Gründen nicht mit. Den TSG-Tross komplettieren Coach Thomas Brdaric, Sportlicher Leiter Oliver Bornemann, Mannschaftsbetreuer Steffen Völkerling sowie Christian Colloff von der Physiotherapie Träger aus Neubrandenburg. Zudem weilt einige Tage Torwarttrainer Kevin Nethe bei der Mannschaft, um mit Keeper Daniel Bittner und Benjamin Lowens zu trainieren.

Unmut herrschte vor dem Abflug noch beim Sportlichen Leiter Oliver Bornemann. “Veranstalter soccatours GmbH hat es acht Wochen lang nicht geschafft, uns Testspielgegner zu organisieren”, sagte Bornemann. Die Neustrelitzer haben sich aber selber geholfen und Testspiele gegen Regionalligist VfB Auerbach und Landesligist Bölkower SV organisiert. Ein drittes Vorbereitungsspiel ist noch in Planung. Die Rückreise findet am Freitag, den 14.Februar, statt. Bereits zwei Tage später steht die Generalprobe vor dem Rückrundenstart gegen Oberligist BFC Dynamo in der Bundeshauptstadt an (…) [tsg-neustrelitz.de, 6. Februar]

FC Erzgebirge Aue: Der Sachse liebt das Reisen sehr …

“Echte Liebe” – mit diesem Slogan wirbt Borussia Dortmund seit Monaten für den Zusammenhalt zwischen dem Verein und seinen Fans. Ein Sachse zeigte seinen Erzgebirglern die Treue ohne bestimmtes Motto, dafür aber um so motorisierter.

Ein 30-jähriger Aue-Fan hat seine Mannschaft im türkischen Trainingslager auf ganz besondere Art und Weise überrascht. Denn anstatt den komfortablen Weg über den Flieger zu nehmen, entschloss sich der hartgesockene Veilchen-Fan dazu, die Reise auf beschwerliche Art und Weise mit dem Auto in Angriff zu nehmen. Die 3000 Kilometer von Aue nach Lara brummte der “Hook” genannte Ausnahmefan in wenigen Tagen ab. Die Stationen auf seiner Reise: Tschechien, Slowakei, Ungarn, Serbien und Bulgarien.

Dabei war die Reise nicht nur als persönliche Abenteuereise geplant, sondern sollte gleichzeitig einem höheren Zweck dienen. So erklärt “Hook” die höheren Beweggründe für seine Reise auf der offiziellen Homepage der Erzgebirgler: “Persönlich habe ich schon viele verrückte Touren im Zusammenhang mit Fußballspielen unserer Wismut unternommen, aber irgendwie reizte es mich noch einmal ein besonderes Abenteuer zu erleben” und ergänzt: “Zum anderen möchte ich jedoch mit dieser Aktion auch etwas in den Köpfen unserer Mannschaft, aber auch vieler Fans bewegen. Für viele von uns ist es selbstverständlich zum Auswärtsspiel oder mit ins Trainingslager zu reisen. Doch wie sieht das für Fans mit Handicap aus?”

Um eben jenen Fans auch das Gefühl einer Auswärtsreise zu ermöglichen, möchte sich ein Fanbündnis für gehandicapten Menschen einsetzen. Ziel ist es, auch für körperlich “eingeschränkte” Menschen eine erlebnisreiche Reise auf die Beine zu stellen.

Von einer ereignisreichen Reise können derweil auch Hooks Gleichgesinnte berichten, schließlich reisten insgesamt über 60 Anhänger mit ins türkische Trainingslager. Für einen Zweitligisten ein überaus akzeptabler Wert.

Die Mannschaft von Falko Götz bezwang unterdessen den Zweitligisten FC Winterthur (Schweiz) mit 3:0. Die Tore erzielten Janjic, Löning und Novikovas. Am Dienstag wartet mit der Partie gegen Cracovia Krakau noch eine interessante Testspielbegegnung.

[hh]

[Buch] Meine zwei Halbzeiten (Jörg Berger)

Beschreibung des Buches –

(…) Die Deutsche Demokratische Republik Ende der siebziger Jahre: Jörg Berger, jung, charmant, gut aussehend, gehört als erfolgreicher Fußballtrainer zu den Privilegierten des Systems. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis er die Nationalmannschaft seines Landes übernehmen wird. Allerdings wächst sein Unwille darüber, dass sich die Stasi ständig in sein Leben einmischt. Im März 1979 nutzt er ein Länderspiel in Jugoslawien, um zu fliehen. Nur mit Glück gelangt er in die Bundesrepublik. Hier muss er ganz von vorn beginnen. Aber er kämpft sich durch und wird zu einer der prominentesten Figuren der Bundesliga. Bis er 2002 mit seiner größten Herausforderung konfrontiert wird: der Diagnose Krebs. Bergers Buch schildert ein Leben in zwei Deutschlands. Offen und ohne Bitterkeit, lebendig und voller Anekdoten. Von lockeren Sitten in der DDR berichtet er ebenso wie von den Tücken des bundesrepublikanischen Alltags. Und er beschreibt, was schlimmer war als die Ignoranz westdeutscher Fußballgrößen: die beklemmende Erfahrung zu machen, dass der lange Arm der Stasi bis in den Westen reichte (…)

Informationen über den Autor –

Jörg Berger wurde 1944 in Gdingen geboren. Die Stadt hieß damals Gotenhafen und gehörte zum deutschen Reich. Nachdem Gdingen sowie dieser Teil von Pommern nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen fiel, flüchtete Berger samt seiner Familie nach Leipzig. Er war im DDR-Fußball erfolgreicher Vereins- und Verbandstrainer. Nach seiner Flucht in den Westen betreute er mehr als ein Dutzend Vereine und machte sich insbesondere als Retter vor dem Abstieg den Namen “Feuerwehrmann”.

Berger war zuvor Trainer der Nachwuchs-Auswahlmannschaft der DDR, als er 1979 ein Spiel in Jugoslawien nutzte, um sich in den Westen abzusetzen. Als DDR-Flüchtling sah er sich Bedrohungen ausgesetzt, welche von der Stasi ausgingen. So überlebte er als damaliger Trainer von KSV Hessen Kassel Mitte der 1980er Jahre nur knapp einen geplanten Giftanschlag, was jedoch erst nach der Wende im Jahre 1989 durch die Einsicht in seine Stasi-Akte an die Öffentlichkeit gelang.

Mehere Auslandsangebote führten seinen sportlichen Weg beispielsweise in die Schweiz und die Türkei. Auch für das Fernsehen arbeitete er gelegentlich als Kommentator. Jörg Berger wurde als kompetenter Ansprechpartner im Fußball von den fußballbegeisterten Zuschauern in Ost wie in West sehr geschätzt . Er erlag am 23. Juni 2010 leider viel zu früh einem langen Krebsleiden.


Testspiel-Ergebnisse 4. Kalenderwoche – Überblick

Einige Testspiel-Ergebnisse vom Wochenende mit ostdeutscher Beteiligung:

Chemnitzer FC – 1. FC Eintracht Bamberg 4:1

Torschützen:

Garbuschewski (19.)
Peßolat (46.)
Richter (56.) FE
Boltze (63.)

***

FC Carl-Zeiss-Jena  –  Eintracht Braunschweig 1:1

Torschütze:

Sträßer (23.)

***

FC Sachsen Leipzig – VfB 1906 Sangerhausen 4:1

Torschützen:

1:0 (22. Minute) Marcel Nolde
2:0 (39. Minute) Marcel Nolde
3:0 (55. Minute, Eigentor) Meyer
4:0 (65. Minute) Stephan Neigenfink
4:1 (73. Minute) Kühne

***

Pandurii Targu Jiu – SV Babelsberg 03 0:2

Torschützen:

1:0 Kocer (75.)

2:0 Kocer (90.)

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VfB Germania Halberstadt – Goslaer SC 1:1

Torschütze.

Neumann (34.)

Weitere geplante Testspiele mussten aufgrund der ungünstigen Wetterlage leider ausfallen. Am Wochenende hatte es in weiten Teilen Ostdeutschlands wieder einen massiven Wintereinbruch mit jeder Menge Neuschnee gegeben. Auch ab morgen werden wieder starke Schneefälle in unserem Gebiet erwartet. Die Vorbereitung zur Rückrunde für unsere Kicker läuft daher nur sehr schleppend. Gut taten die Vereine daran, welche ihre Trainingslager in den Süden wie Spanien, Portugal oder die Türkei verlegt haben. Andere Probleme gibts bei ZFC Meuselwitz. 14 Spieler aus dem Regionalliga-Kader haben sich derzeitig bei Trainer Damian Halata verletzt oder erkrankt abgemeldet. Aus diesem Grund musste das Freundschaftsspiel gegen den 1.FC Lok Leipzig abgesagt werden. „Es tut uns wirklich außerordentlich Leid, auch für uns sollte das Lok-Spiel noch einmal ein wichtiger Testlauf werden. Aber wir haben aktuell nur sieben gesunde Spieler zur Verfügung” .