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RasenBallsport Leipzig: Interesse geht deutlich zurück

Als der im Jahre 2009 neugegründete “Verein” mit den schweren Millionen von Red Bull im Rücken in Markranstädt im Stadion am Bad sein Debüt feierte, polarisierten die Meldungen über RasenBallsport Leipzig (RB Leipzig, Red Bull Leipzig, Rote Bullen) deutschlandweit die Massen. Eine riesige Welle der Empörung und des Zorns durchflatterte die Medienlandschaft und gemeinsam erlebte man am Radio oder TV jede Niederlage des unbeliebten Retortenvereins als einen grandiosen Sieg der Tradition über den faulenden Kommerz in der kapitalistischen Gesellschaft sowie unserem geliebten Sport – dem Fußball.

Das ist nun bereits fünf Jahre her und längst hat auch der letzte Kritiker von RasenBallsport Leipzig begriffen, dass auf lange Sicht kein Kraut gegen den finanzstarken Konzern aus Österreich und seinen weltweiten Auswüchsen im Sport gewachsen ist. Und während man in Leipzig bereits den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit tausenden Freikarten für seine blechbüchsige Werbeveranstaltung gegen den Provinzverein aus Elversberg feiert, locken die Meldungen über die sensationellen Zuschauerrekorde in der 3. Liga außerhalb der ostdeutschen Messestadt kaum noch irgend jemanden hinterm Ofen hervor.

Der Zeitgeist von Google bringt es nämlich an den Tag – RasenBallsport Leipzig wird für deutsche Fußballfans in Ost sowie West immer uninteressanter. Auch ähnliche Reagenzglas-Vereine, wie zum Beispiel TSG Hoffenheim, Bayer Leverkusen oder VfL Wolfsburg in der 1. Bundesliga, haben ja bekanntlich ebenfalls mit massivem Desinteresse zu kämpfen. So berichtete der Focus erst kürzlich über eine absolute Katastrophen-Quote bei Sky mit 0,00 Millionen Zuschauer beim Spiel von Leverkusen gegen Wolfsburg. Ein Schicksal, was die Roten Bullen sicherlich auch schon bald mit ihrem Plastik-Team teilen müssen.

(Quelle: Google Trends 2014)

In diesen Tagen steht nun die Lizenzierung von Red Bull Leipzig bei DFL/DFB an. Kaum einer glaubt trotz offensichtlichem 50+1-Regelverstoß an eine Verweigerung durch die beiden Verbände, denn längst haben Fußballfans das Vertrauen in die erhabene Frankfurt-Connection verloren. Dabei geht es doch um viel mehr, als nur schlechte Einschaltquoten beim Bezahlsender und zugleich DFL-Hauptsponsor Sky – nein, ganz nebenbei steht auch die weitere Entwicklung des ganzen Fußballsports, so wie wir ihn lieben, auf dem Spiel …

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Ostvereine im Vergleich bei Google Trends

Wenn man einen echten Online-Vergleich aller ostdeutschen Vereine durchführen möchte, kommt man sicherlich nicht an den Google Trends vorbei. Mit Hilfe von diesem Online-Tool können das genaue Suchaufkommen analysiert und die Popularität verschiedener Parameter gemessen werden.

Wir haben uns die Mühe gemacht und die jeweiligen Ostfußball-Vereine innerhalb der 2. Bundesliga, 3. Liga und Regionalliga Nord untereinander verglichen. Dabei sind wir zu folgendem Ergebnis in den einzelnen Ligen gekommen.

Screenshot: Google Trends

2. Bundesliga:

1. –  SG Dynamo Dresden

2. – FC Hansa Rostock

3. – 1. FC Union Berlin

4. – FC Energie Cottbus

5. – FC Erzgebirge Aue

Quelle: Google Trends

3. Liga:

1. – Chemnitzer FC

2. – FC Carl Zeiss Jena

3. – SV Babelsberg 03

4. – FC Rot-Weiß Erfurt

Quelle: Google Trends

Regionalliga Nord:

1. – RasenBallsport Leipzig

2. – FC Magdeburg

3. – Hallescher FC

4. – VFC Plauen

5. – VfB Germania Halberstadt

6. – ZFC Meuselwitz (nicht gelistet, da zu wenig Suchanfragen)

Quelle: Google Trends

Fazit: Der Fußball in Sachsen ist laut den ermittelten Suchanfragen von Google Trends ganz klar vorn in dieser Statistik. Alle drei sächsischen Metropolen können jeweils das beste Ergebnis innerhalb der jeweiligen Liga für sich im Jahr 2011 erzielen. Die Erfolge in Dresden und Chemnitz sind sicherlich auf die Aufstiege in der letzten Spielzeit zurückzuführen. Beim Projekt RedBull Leipzig haben Anhänger und Gegner gleichermaßen für ein hohes Suchaufkommen gesorgt. Zudem besteht dahingehend ebenso wohl ein durchaus größeres Informationsinteresse aus Österreich, speziell rund um Salzburg.

*Google Trends ist ein Service der Google Inc., der Informationen darüber bereitstellt, welche Suchbegriffe von Nutzern der Suchmaschine Google wie oft eingegeben wurden. Die Ergebnisse werden in Relation zum totalen Suchaufkommen gesetzt und sind in wöchentlicher Auflösung seit Anfang 2004 für die gesamte Welt oder einzelne Regionen verfügbar. Mit Hilfe dieses Tools lässt sich die Popularität einzelner Begriffe im Zeitablauf analysieren, was Rückschlüsse auf sich formierende Trends in der Gesellschaft erlaubt.

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