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Rostock: Mein Ticket für den FC Hansa

Aus dem Ostderby-Klassiker FC Hansa Rostock gegen die SG Dynamo Dresden am kommenden Wochenende hat der DFB ein Geisterspiel gemacht.

(…) Nein – ein Schelm, wer Arges dabei denkt oder zugleich auch vielleicht noch in die verschwörungstheoretische Ost-West-Kiste greift. Nein – der Ausschluss aus dem nächstsaisonalen DFB-Pokal der Dresdner hat mit dem nächsten Heim-Geisterspiel der Hanseaten gar nichts zu tun. Außer, dass es merkwürdigerweise, abgesehen vom FC Hansa Rostock – nach den Ereignissen rund um das Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Ostfussball.com informierte) -, so wie rein zufällig nebenbei einen weiteren Ost-Club trifft, und die SG Dynamo Dresden quasi erneut. Nein – der DFB als solcher ist gewiss kein Verein von Schelmen, so etwas würde wohl nun wirklich niemand unterstellen wollen, nicht einmal ein schelmisch nachdenklicher Beobachter der Szenerie (…) (Ostfussball.com).

Neben dieser ungerechten Strafe für die vielen friedlichen Sportfreunde im Osten Deutschlands verliert der Verein von der Ostsee nun auch noch bereits fest verplante Einnahmen für den laufenden Etat dieser Saison im mittleren fünfstelligen Bereich. Ein absolutes Fiasko, wenn man die derzeitige wirtschaftlichen Situation der Hanseaten in Betracht zieht!

(…) Aus Fankreisen haben wir zahlreiche Vorschläge bekommen, wie der wirtschaftliche Schaden eines Geisterspiels aufgefangen werden kann. Es gab von vielen Anhängern das Bekenntnis, bereits erworbene Eintrittskarten nicht zurückzugeben oder umzutauschen. Der Vorstand würde diesen Vorschlag gerne aufnehmen. Wir bitten unsere Anhänger darum, ihrem F.C. Hansa Rostock in dieser schweren Zeit beizustehen und gemeinsam auch den finanziellen Schaden für den Verein zu verkleinern (…)

Mein Ticket für den FC Hansa! Unter diesem Slogan bittet der F.C. Hansa jetzt  auch seine Anhänger um Unterstützung um die wirtschaftlichen Folgen des Geisterspieles so gering wie möglich zu halten. Mit einem Unterstützer T-Shirt zeigen Sie Flagge für die wichtigsten Tugenden im Fußball wie Teamgeist, Fairplay und Respekt – kurz: Sportgeist anstatt Auszusperren [hansa.fanshop.de].

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Sachsenpokal 2011: Das Finale live

Heute Abend steigt das Finale im diesjährigem Sachsenpokal zwischen dem Neuleipziger Retortenprojekt mit Namen RasenBallsport Leipzig (RB Leipzig) und dem Chemnitzer FC, dem sensationellen Aufsteiger in die 3. Liga und dem amtierenden Pokalinhaber.

Nachdem eine interne Auslosung in der Stadt Leipzig (Sitz des SFV) in der Sportschule Egidius Braun (Abtnaundorf) durch eine angebliche Losfee vollzogen wurde, stand dann der Spielort im Leipziger Zentralstadion, heute ab 19.00 Uhr, fest. Warum keine öffentliche Auslosung in der Halbzeitpause während des letzten Halbfinals durchgeführt wurde, bleibt ein Geheimnis. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt …

Zuvor gab es leider bereits jede Menge Pleiten, Pech und Pannen, welche den Sächsischen Fußballverband (SFV) bei jeder möglichen Gelegenheit in ein schlechtes Licht rückten. Nicht selten wurden gar Rufe wegen absichtlicher Wettbewerbsverzerrung laut, wie zuletzt im Halbfinale zwischen RasenBallsport Leipzig gegen die SG Dynamo Dresden. Weitere unkompetente Aussagen in diesem Zusammenhang seitens einiger Verantwortlichen disqualifizierten die Verbandsführung zusätzlich.

Auch mit den Spielen von Kickers Markkleeberg und dem VfB Zwenkau 02 gab es ebenfalls gleich zwei weitere Possen in der Historie des Wernesgrüner Sachsenpokals 2011. Während die Markkleeberger gänzlich auf eine Austragung ihres Spiels wegen ständiger Terminverschiebungen verzichteten, versuchte es zumindest der VfB Zwenkau 02 aus eigener Kraft zu stemmen und brachte damit sich und seine Mitglieder wegen völlig überzogener Sicherheitsauflagen an den Rand des Ruins.

Sei es drum, das Finale dieses Wettbewerbs, wenn man es nach all den Blamagen überhaupt noch so nennen kann, wird am heutigen Mittwoch im Leipziger Zentralstadionüber die Bühne gehen. Etwa 15.000 Zuschauer werden beim Spiel zwischen RasenBallsport Leipzig und dem Chemnitzer FC erwartet, darunter auch zirka 2500 Chemnitzer Anhänger. Wer es nicht ins Stadion schafft, kann die Partie ab 18.55 Uhr als Video-Livestream im Internet verfolgen.

Foto: chemnitzerfc.de

Der Spruch des Tages kommt an dieser Stelle vom Tormann von RasenBallsport Leipzig: “RB war eigentlich ein absolutes No-Go. Ich hätte das nie machen dürfen. Es war der größte Fehler meines Lebens und sportlich der größte  Rückschritt. Am meisten bin ich von mir selbst enttäuscht, dass ich mich von Versprechen habe blenden lassen. Von wegen, wir werden die Bausteine des Projektes nicht vergessen. Nur Floskeln!”

Drücken wir gemeinsam die Daumen, dass der sächsische Pokal auch in Sachsen bleibt, und nicht in einer kalten Vitrine einer österreichischen Marketingzentrale landet. Der DFB-Pokal sollte würdig durch einen tradionellen Verein aus unserer ostdeutschen Region vertreten werden und nicht den Verkaufsstrategien großer ausländischer Konzerne dienen.

[ab]