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1. FC Lok Leipzig: Sponsor in Geldnot?

Der in Nürnberg ansässige Gasanbieter Goldgas ist in Zahlungsschwierigkeiten. Wie mehrere Netzbetreiber im Bundesgebiet der Süddeutschen Zeitung bestätigen, bleibt das Unternehmen seit mehreren Wochen die Zahlung der Netzentgelte schuldig, zahlt nur Teilbeträge oder begleicht Rechnungen erst auf massiven Druck.

Michael Notzon, Geschäftsführer der Goldgas SL und Präsident des 1. FC Lokomotive Leipzig sagte dazu in der Bild: “Ich kann die Fans beruhigen. Wir haben keine Zahlungsprobleme. Werden, wie schon im letzten Jahr, einen zweistelligen Millionengewinn erwirtschaften. Lok kriegt sein Geld!”

Gleichzeitig bestätigte Notzon aber auch, dass es zu Zahlungsverzögerungen bei den Netznutzungsentgelten gekommen sei. Dies sei darauf zurückzuführen, dass derzeit sehr viele Rechnungen eingingen. Notzon erläuterte: “Wir merken seit der Teldafax-Insolvenz, dass die Netzbetreiber nervös sind. Früher kamen die Rechnungen sehr schleppend. Jetzt kommen die Rechnungen geballt, auch für schon weiter zurückliegende Zeiträume. “Dies verursache einen enormen organisatorischen Aufwand bei der Rechnungsprüfung, zumal rund 15 Prozent der Netzbetreiber die Rechnungen noch nicht elektronisch schickten. Notzon zeigte sich zuversichtlich, dass die ausstehenden Rechnungen bald bezahlt werden würden: “Wir haben jetzt sogar einen der Mitarbeiter aus dem Bereich Rechnungsprüfung aus dem Urlaub zurückbeordert, um die Rechnungen abzuarbeiten.” Notzon geht davon aus, dass die Zahlungen in zehn bis zwölf Tagen beglichen sein werden.

Brisant an dieser Angelegenheit ist, dass der Gasanbieter “Glücksgas” ebenfalls ein Angebot von Goldgas SL ist und zudem als Sponsor der SG  Dynamo Dresden sowie als aktueller Namensgeber des “Glücksgas-Stadion” in der sächsischen Elbestadt in Erscheinung tritt (ostfussball.com berichtete mehrfach). Erst kürzlich wurde damit begonnen, den alten Namensschriftzug “Rudolf-Harbig-Stadion” zu entfernen. Indirekt wären von eventuellen Zahlungsschwierigkeiten des Unternehmens damit gleich zwei ostdeutsche Traditionsvereine betroffen.

[ab]