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SG Dynamo Dresden: Flüchtlingshilfe, Peggy und die Lügenpresse

Die SG Dynamo Dresden lädt am Sonntag in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden 300 Flüchtlinge zum Drittliga-Heimspiel gegen Duisburg ein. Die Aktion findet im Rahmen der Initiative “Der Dresdner Mannschaftsspitzensport heißt willkommen” statt.

sgd(…) Dresdens Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) erklärte: “Ich freue mich sehr über die Initiative des Dresdner Mannschaftsspitzensports. Die Sportvereine unterstreichen mit ihrem Engagement, dass Dresden eine weltoffene Stadt ist. Viele Flüchtlinge, die in Dresden ankommen, wurden gezwungen, ihr gesamtes Leben zurücklassen. Sie haben Angehörige und Freunde verloren und müssen traumatische Erlebnisse verarbeiten. Über den Sport können wir diese Menschen an unserer Gemeinschaft teilhaben lassen – sei es durch einen gemeinsamen Stadionbesuch oder durch Sportveranstaltungen, bei denen Flüchtlinge und Dresdnerinnen und Dresdner einander begegnen.” (…) [dynamo-dresden.de]

Im Prinzip eine gute Initiative und auch ein Zeichen der Versöhnung in stürmischen Zeiten auf den Straßen und Parodie-Spruchbändern wie “Heut ist wieder Peggy da” in der viel zitierten bundesdeutschen “Lügenpresse”. Dass sich aber nun genau diese betitelten “Fabel-Medien”, auch gerne “Volksverräter” genannt, natürlich sofort wie ein Haufen gieriger Geier auf ein paar hirnlose Fakebook-Kommentare in diesem Zusammenhang stürzen, sollte dabei auch wirklich niemanden mehr erschüttern. Zu tief sitzt immer noch der Stachel in der Wunde der Mainstream-Pressestellen hierzulande, welche massive Lesereinbußen durch ihre einseitige Berichterstattung hinnehmen mussten. Somit bleibt alles beim Alten und Dresden zeigt einmal mehr, wie es geht …

FC Hansa Rostock: Geplante Notbremse

Wie wir bereits in unseren wöchentlichen Informationen der “Spieltage-Berichte” mitgeteilt hatten, ist es am vergangenen Sonntag in Rostock zu Ausschreitungen im Umfeld des 3. Liga-Spiels FC Hansa Rostock gegen Eintracht Braunschweig gekommen.

(…) Randalierende Fußballfans haben vor der Drittliga-Begegnung zwischen dem FC Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig am Sonntag zeitweise den Rostocker Hauptbahnhof lahmgelegt. Die Bundespolizei ging mit zahlreichen Einsatzkräften gegen die vielfach stark alkoholisierten Randalierer vor, wie eine Sprecherin sagte (…) [ostfussball.com]

So wurde von Medien und Pressestellen teilweise berichtet, dass es zu einem Angriff durch Rostocker Hooligans kurz vor der Einfahrt des Zuges in den Rostocker Hauptbahnhof gekommen sei. Daraufhin wurde die Notbremse im Sonderzug der Braunschweiger gezogen. Das ist so nicht richtig dargestellt!

Laut unseren Informationen wurde die Notbremse durch Braunschweiger gewaltbereite Fans gezogen, um so in die Stadt zu gelangen und sich dort zu einer Verabredung mit den Rostockern zu treffen, zu der es aber nicht kam. Die Polizei konnte die Randalierer zurück in die Abteile treiben und setzte dabei Pfefferspray ein. Dabei wurde teilweise auch in die Waggons der Deutschen Bahn gesprüht, so dass sich dort schnell Panik ausbreitete.

Als der Zug in den Bahnhof einfuhr, haben sich dann unglaubliche Szenen abgespielt. Augenzeugen verglichen die Zustände mit der Loveparade in Duisburg – “ein Wunder, dass es keine Toten gab!” Auch die Fahrt mit den Shuttle-Bussen zur DKB-Arena gestaltete sich schwierig, es kam dort zu mehreren Sachbeschädigungen. Über die Höhe des Sachschadens wurden bisher keine Angaben bekannt.

Zu einem Angriff auf den Zug durch Rostocker Hooligans kam es aber dann trotzdem. Bei der Abfahrt gingen durch Wurfgeschosse, wie Flaschen und Steine, etliche Scheiben zu Bruch, hierbei wurden auch Personen in den Abteilen verletzt. Angeblich waren bei dieser Aktion lediglich nur drei Angreifer beteiligt. Der Sonderzug kam erst mit 90 Minuten Verspätung wieder in Braunschweig an.

Gestern wurden die ersten Stadienverbote in Braunschweig ausgesprochen, weitere werden in den nächsten Tagen folgen. Der Verein distanziert sich indes auf seiner Homepage von den Vorfällen: “Wir möchten auf diesem Wege noch einmal deutlich machen, dass wir uns von jeglicher Form von Gewalt ausdrücklich distanzieren! Zu allen weiteren Vorgängen äußern sich Geschäftsführung, Sicherheitsbeauftragter und Fanbeauftragter von Eintracht Braunschweig sowie das Fanprojekt Braunschweig erst dann, wenn in enger Zusammenarbeit mit der Polizei alle Ermittlungen vorliegen und ausgewertet sind.”

[ab]

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