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Rückblick DDR-Liga: BSG Aktivist Schwarze Pumpe

Auf immerhin Platz 16 in der ewigen DDR-Liga-Rangliste schafft es die BSG Aktivist Schwarze Pumpe. Der heute unter dem Namen FC Lausitz Hoyerswerda agierende Verein schaffte es in den achtziger Jahren zweimal auf den 2. Platz in der zweithöchsten Spielklasse der DDR und verpasste damit nur knapp den Aufstieg in die Oberliga.

Aber auch im FDGB-Pokal stieß Aktivist in der Pokalrunde 1970/71 immerhin bis in das Viertelfinale vor. Nachdem im Achtelfinale die Oberligamannschaft der BSG Wismut Aue mit 2:1 bezwungen werden konnte, stoppte jedoch Dynamo Dresden zu Hause die Hoyerswerdaer mit 2:0.

schwarze pumpe

(…) Am 21. Januar 1956 wurde für die Arbeiter des damaligen Gaskombinats Schwarze Pumpe die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Aktivist “Schwarze Pumpe” mit Sitz in Spremberg gegründet. Nach dem Anschluss der BSG Aktivist “Spreetal” entstand eine BSG mit 16 Sportsektionen. Die 1. Mannschaft der Sektion Fußball startete zunächst in der Kreisklasse. Noch im gleichen Jahr wurde mit der finanziell angeschlagenen BSG Einheit Spremberg eine weitere Fusion durchgeführt und Aktivist konnte deren Platz in der Bezirksliga Cottbus übernehmen. Dieser konnte jedoch nicht gehalten werden, und es folgte 1957 ein Jahr in der Bezirksklasse (5. Liga). Nach dem sofortigen Wiederaufstieg spielte Aktivist bis 1959 wieder in der Bezirksliga und wurde in diesem Jahr Bezirksmeister. Damit hatte sich die Mannschaft für die drittklassige II. DDR-Liga qualifiziert. Mit dem Aufstieg verließ die BSG das Stadion Spreetal in Spremberg und spielte von da an im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion in Hoyerswerda.

Am Ende der Saison 1960 musste Aktivist wieder aus II. DDR-Liga absteigen. 1965 konnte die BSG als erneuter Bezirksmeister und nach erfolgreicher Aufstiegsrunde in die zweitklassige DDR-Liga aufsteigen (die II. DDR-Liga war inzwischen abgeschafft worden). Zwischen 1965 und 1970 pendelte Aktivist ständig zwischen DDR- und Bezirksliga. 1970 hatte sich die Mannschaft erneut für die DDR-Liga qualifiziert. Nach dem 2. Spieltag der Saison 1970/71 wurde Aktivist wegen finanzieller Manipulationen in der abgelaufenen Spielzeit wieder in die Bezirksliga zurückgestuft. Es gelang jedoch postwendend der Wiederaufstieg, und danach konnte sich die Mannschaft bis zum Ende des DDR-Fußballs dauerhaft in der DDR-Liga behaupten (…) [wikipedia.de]

Zu den bekanntesten Spielern der “Neuzeit” gehören zum Beispiel so klangvolle Namen wie Pavel Dobry (Dynamo Dresden), Andreas Richter (Chemnitzer FC), Mathias Heidrich (FC Erzgebirge Aue) oder auch Thomas Hoßmang (FC Energie Cottbus). Die offizielle Homepage findet man unter -> fclausitz.de

Fundstück des Tages # 88 [Gerd Schädlich, Platz an der Sonne, Chemnitzer FC]

In loser Folge dokumentiert ostfussball.com in dieser Rubrik mehr oder weniger (ost)fußballtangierende Kostbarkeiten der deutschen Schriftsprache – unkommentiert, da die Fundstücke als solche schon einiges postulieren und dabei ihrerseits zuweilen beispielsweise für den einen oder auch gegen den anderen selbst zu sprechen scheinen …

[…] Er ist wieder da, wo er hingehört. Erfolgs-Trainer Gerd Schädlich steht mit seinem Chemnitzer FC auf Rang eins der Regionalliga. Und hat […] allerbeste Aussichten, diesen Platz bis zum Saisonende zu verteidigen.

Denn Schädlich weiß aus seinen Auer Zeiten genau, wie man aufsteigt. Und die als Top-Favorit gehandelten Roten Bullen aus Leipzig sind zwar eine Ansammlung teurer Individualisten, aber eben keine verschworene Gemeinschaft.

Gerade dieses Gemeinschaftsgefühl kann Schädlich wecken – in Aue, in Chemnitz und zuvor in Hoyerswerda, wo er heute noch Kult-Status hat […]

Faksimile: chempixx.de
Faksimile: chempixx.de

Schädlich […] steht jetzt auf dem Platz an der Sonne. Bei Sachsen Leipzig durfte er das nicht […] Dynamo Dresden verzichtete selbst in finsteren Zeiten auf seine Verpflichtung. Den CFC freut’s …

[Quelle: ‘Meine Meinung’ von Dieter Pichota, “Sonne für Schädlich”, Morgenpost am Sonntag, 26. September 2010]