Schlagwort-Archiv: Blamage

RasenBallsport Leipzig: Klage wegen Zaunfahnen in Jena

Laut Darstellung einer ‘überregionalen Boulevardzeitung’ [wikipedia.de] hat RasenBallsport Leipzig beim NOFV Klage gegen den FC Carl Zeiss Jena wegen der von dessen Ordnungsdienst am Gästeblock der RB-Fans angebrachten Zaunfahnen – mit Sprüchen wie “Mucchio di Merda” (übersetzt so viel wie ‘Scheißhaufen’) oder “Mattenschiss”, die sich offenbar gegen Anhänger sowie Dietrich Mateschitz richteten – eingereicht. Bisher habe sich noch keiner der Jenaer Verantwortlichen bei RasenBallsport Leipzig dafür entschuldigt, so der rasenballsportlich verantwortliche Geschäftsführer Ulrich Wolter aus Leipzig.

(Screenshot: facebook.com)

Die Fans des FC Carl Zeiss Jena hatten beim letztzurückliegenden Spiel gegen RasenBallsport Leipzig offenbar heimlich Transparente in den Gäste-Block geschmuggelt, die den RB-Fans sicherlich nicht gefallen haben. Augenscheinlich hatten Jenaer Fans mehrere Banner an den Zaun vor die Fankurve von RasenBallsport  Leipzig platziert. “Facebook, Disco und Red Bull, heute gewinnen wir zu Null. Doch selbst nach tausend Siegen, Charakter werden wir nie kriegen”, stand auf einem Transparent, das die Leipziger Zuschauer nicht bemerkten.

Der Scherz saß tief und die RB-Anhänger kündigten an, sich dafür rächen. In ihrem Forum unter dem Namen “RB-Fans” teilten sie mit, demnächst Banner aufzuhängen, auf denen von einer Fanfreundschaft mit Jena berichtet wird, um die Zeiss-Fans bundesweit zu blamieren (Ostfussball.com berichtete). Nun geht diese durchaus peinliche Angelegenheit für die bundesweit unbeliebten RasenBallsportler aus Leipzig in die nächste Runde, Gespött und Hohn dabei durchaus weiter inbegriffen.

[ab]

Sachsenpokal 2011: Das Finale live

Heute Abend steigt das Finale im diesjährigem Sachsenpokal zwischen dem Neuleipziger Retortenprojekt mit Namen RasenBallsport Leipzig (RB Leipzig) und dem Chemnitzer FC, dem sensationellen Aufsteiger in die 3. Liga und dem amtierenden Pokalinhaber.

Nachdem eine interne Auslosung in der Stadt Leipzig (Sitz des SFV) in der Sportschule Egidius Braun (Abtnaundorf) durch eine angebliche Losfee vollzogen wurde, stand dann der Spielort im Leipziger Zentralstadion, heute ab 19.00 Uhr, fest. Warum keine öffentliche Auslosung in der Halbzeitpause während des letzten Halbfinals durchgeführt wurde, bleibt ein Geheimnis. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt …

Zuvor gab es leider bereits jede Menge Pleiten, Pech und Pannen, welche den Sächsischen Fußballverband (SFV) bei jeder möglichen Gelegenheit in ein schlechtes Licht rückten. Nicht selten wurden gar Rufe wegen absichtlicher Wettbewerbsverzerrung laut, wie zuletzt im Halbfinale zwischen RasenBallsport Leipzig gegen die SG Dynamo Dresden. Weitere unkompetente Aussagen in diesem Zusammenhang seitens einiger Verantwortlichen disqualifizierten die Verbandsführung zusätzlich.

Auch mit den Spielen von Kickers Markkleeberg und dem VfB Zwenkau 02 gab es ebenfalls gleich zwei weitere Possen in der Historie des Wernesgrüner Sachsenpokals 2011. Während die Markkleeberger gänzlich auf eine Austragung ihres Spiels wegen ständiger Terminverschiebungen verzichteten, versuchte es zumindest der VfB Zwenkau 02 aus eigener Kraft zu stemmen und brachte damit sich und seine Mitglieder wegen völlig überzogener Sicherheitsauflagen an den Rand des Ruins.

Sei es drum, das Finale dieses Wettbewerbs, wenn man es nach all den Blamagen überhaupt noch so nennen kann, wird am heutigen Mittwoch im Leipziger Zentralstadionüber die Bühne gehen. Etwa 15.000 Zuschauer werden beim Spiel zwischen RasenBallsport Leipzig und dem Chemnitzer FC erwartet, darunter auch zirka 2500 Chemnitzer Anhänger. Wer es nicht ins Stadion schafft, kann die Partie ab 18.55 Uhr als Video-Livestream im Internet verfolgen.

Foto: chemnitzerfc.de

Der Spruch des Tages kommt an dieser Stelle vom Tormann von RasenBallsport Leipzig: “RB war eigentlich ein absolutes No-Go. Ich hätte das nie machen dürfen. Es war der größte Fehler meines Lebens und sportlich der größte  Rückschritt. Am meisten bin ich von mir selbst enttäuscht, dass ich mich von Versprechen habe blenden lassen. Von wegen, wir werden die Bausteine des Projektes nicht vergessen. Nur Floskeln!”

Drücken wir gemeinsam die Daumen, dass der sächsische Pokal auch in Sachsen bleibt, und nicht in einer kalten Vitrine einer österreichischen Marketingzentrale landet. Der DFB-Pokal sollte würdig durch einen tradionellen Verein aus unserer ostdeutschen Region vertreten werden und nicht den Verkaufsstrategien großer ausländischer Konzerne dienen.

[ab]

Regionalliga Nord: Ostdeutsche Nachholspiele

Hallescher FC/VFC Plauen: (…) Das war am heutigen Nachmittag vor nur 822 Zuschauern im Stadion Halle-Neustadt ganz anders. Zwar gingen die Vogtländer, nach einem strittigen Foulelfmeter inklusive einer roten Karte gegen Patrick Mouaya, durch Paulick mit 1:0 in Führung, doch schon vor dem Pausenpfiff gelang Angelo Hauk mit seinem sechsten Saisontreffer der verdiente Ausgleich. Nach einer, ebenfalls strittigen, roten Karte für die Gäste, bekam der HFC deutlich Oberwasser. Benjamin Boltze verwandelte einen Handelfmeter zur völlig verdienten 2:1-Führung. Thomas Boden hatte den Ball im Strafraum mit einem Handspiel aufgehalten. Die Plauener suchten die Offensive, erspielten sich aber gegen die sicher stehende HFC-Abwehr, jetzt mit einem stark spielenden Tom Butzmann in der Innenverteidigung, kaum Chancen. Drei Minuten vor dem Abpfiff sorgte dann Selim Aydemir mit einem Traumtor (aus ca. 20 m in den Winkel) für die Spielentscheidung dieser turbulenten Regionalligapartie. [hallescherfc.de]

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RasenBallsport Leipzig: Fußball-Regionalligist RB Leipzig ist im Nachholspiel beim Tabellenvorletzten TSV Havelse nicht über ein 0:0 hinausgekommen. In einem kampfbetonten Spiel mussten die Roten Bullen über 50 Minuten in Unterzahl spielen. Nach einem regelgerechten Tackling sah Thomas Kläsener in der 42. Minute die Rote Karte. [redbulls.com]

Lediglich handgezählte sechs Fußballfans von RasenBallsport Leipzig durften an der Blamage der “roten Bullen” unter den rund 500 Zuschauern in Havelse teilhaben. So langsam macht sich die völlig überbezahlte Söldnertruppe des Marketingprojekts mit ihren schlechten sportlichen Leistungen zum Gespött des Ostens.

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1. FC Magdeburg: Am Mittwochabend musste sich der 1. FC Magdeburg im Nachholspiel des 18. Spieltags dem VfB Lübeck mit 0:2 geschlagen geben. Der Tabellenzweite sicherte sich damit vor 3.909 Besuchern in der MDCC-Arena die Chance auf den Aufstieg in die 3. Liga, während der Gastgeber weiterhin um den Klassenerhalt bangen muss. [1-fc-magdeburg.de]

Vor dem Spiel gab es eine sehenswerte Pyroaktion der Magdeburger Fans und Ultras, welche vom Verein genehmigt wurde, so der MDR. Die Anhänger erinnerten damit an das Gründungsjahr des Klubs, 1965.

Alle Spiele auf einen Blick:

Hertha BSC Berlin II vs. FC Energie Cottbus II – 2:2

TSV Havelse vs. RasenBallsport Leipzig – 0:0

Hallescher FC vs. VFC Plauen – 3:1

1. FC Magdeburg vs. VfB Lübeck – 0:2

Regionalliga Nord: FC Magdeburg – VFC Plauen 0:1

FCM_VFCNachdem bereits in der Vorwoche beim Auswärtsspiel bei der 2. Mannschaft von Hansa Rostock jegliche Aufstiegschancen zur 3. Liga verspielt wurden (ostfussball.com berichtete), gab es gestern Abend vor heimischer Kulisse in der MDCC-Arena ein erneutes Debakel für den 1. FC Magdeburg. Gerade mal noch  3.470 Zuschauer wollten das Spiel gegen den VFC Plauen sehen und durften sich am Ende über eine weitere Blamage ärgern.

Gegen die sehr stark defensiv agierenden Vogtländer war für den FCM kein Kraut gewachsen. Nur selten kamen die Magdeburger gefährlich vor das Tor des VFC Plauen. Praktisch aus dem Nichts heraus gelang dann dem VFC durch Zimmermann in der 49. Spielminute der Siegtreffer. Mit dem Tor kippte leider auch die Stimmung im Stadion vollends unter den letzten treuen Fans. Sie skandierten: “Wir haben die Schnauze voll” und pfiffen ihre Mannschaft gnadenlos aus. Höhepunkt nach insgesamt 4 gelben Karten für den 1. FC Magdeburg war die Gelb-Rote gegen den Spieler Prest, für den ab der 78. Minute diese Partie vorzeitig beendet war.

Endstand:

1. FC Magdeburg – VFC Plauen 0:1

Tabelle:

1. (1.) SV Babelsberg 03 18 13 3 2 32:12 +20 42
2. (2.) VfL Wolfsburg II 19 11 5 3 31:10 +21 38
3. (3.) Hallescher FC 18 10 6 2 32:11 +21 36
4. (4.) Chemnitzer FC 18 10 4 4 40:20 +20 34
5. (5.) 1. FC Magdeburg 21 9 6 6 40:21 +19 33
6. (6.) Hamburger SV II 17 7 6 4 24:18 +6 27
7. (7.) VFC Plauen 20 7 5 8 21:25 -4 26
8. (8.) Hannover 96 II 20 7 4 9 33:27 +6 25
9. (9.) ZFC Meuselwitz 17 6 6 5 20:21 -1 24
10. (10.) BFC Türkiyemspor 1978 19 7 3 9 26:35 -9 24
11. (11.) FC St. Pauli II 20 6 6 8 21:30 -9 24
12. (12.) Tennis Borussia Berlin 19 7 3 9 18:30 -12 24
13. (13.) VfB Lübeck 18 7 2 9 24:28 -4 23
14. (14.) FC Oberneuland 1948 19 6 3 10 20:34 -14 21
15. (15.) Hertha BSC Berlin II 19 6 2 11 30:38 -8 20
16. (16.) Hansa Rostock II 20 5 4 11 21:42 -21 19
17. (17.) SV Wilhelmshaven 18 4 6 8 23:36 -13 18
18. (18.) Goslarer SC 08 18 2 4 12 18:36 -18 10

Alle Begegnungen dieses Spieltag mit ostdeutscher Beteiligung auf einen Blick:

Fr 26.02. 19:00 Tennis Borussia Berlin – SV Babelsberg 03
Sa 27.02. 14:00 Hamburger SV II – Hansa Rostock II
So 28.02. 13:30 ZFC Meuselwitz – SV Wilhelmshaven
So 28.02. 13:30 Chemnitzer FC – Goslarer SC 08
So 28.02. 13:30 VfL Wolfsburg II – Hallescher FC

Fazit: Für den 1. FC Magdeburg ist der Aufstiegs-Zug schon letzte Woche endgültig abgefahren, nun sollte zumindest nicht auch noch die letzte Gunst der Zuschauer kläglich verspielt werden. Über einen Trainerwechsel wird sicherlich in den nächsten Tagen ebenfalls nachgedacht werden (müssen)! Für Plauen waren diese drei Punkte ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Abstieg und man kann der Mannschaft natürlich dazu nur herzlichst gratulieren.