Pyrotechnik legalisieren: Dialog beendet?
September 13, 2011 | In: Deutscher Fußball-Bund, Fußballfans, Ultras
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Nach zahlreichen Vorfällen am vergangenen Wochenende mit Pyrotechnik sowie Bengalischen Feuern, auch in ostdeutschen Stadien, scheint die Friedenszeit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), der DFL sowie den Ultras nun endgültig beendet zu sein. In der Hoffnung auf eine baldige Legalisierung hatten über 150 Ultragruppen freiwillig auf den Einsatz von Pyrotechnik im Stadion in den letzten Monaten verzichtet.
(…) Umso bedauerlicher ist es nun, dass sich der DFB nicht mehr an seine Zusage gebunden fühlt. Ohne auf die genauen Wortlaute eingehen zu wollen, müssen wir konstatieren, dass die Gründe für die Ablehnung mehr als fadenscheinig sind. Besonders abstrus ist in dem Zusammenhang vor allem, dass sich der Generalsekretär des DFB wie folgt zitieren lässt: “Selbst, wenn gar nichts passiert wäre, kann das DFB-Präsidium nicht einfach sagen: ‘Jetzt geht’s los’, weil überall die Ordnungsämter, Feuerwehr und der Brandschutz das Sagen haben.” (…) [pyrotechnik-legalisieren.de]
Die Mitglieder der Aktion “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren” sehen sich nun bei einem Teil der Abmachung durch den DFB hintergangen.
(…) Nie war in den Gesprächen von einer sofortigen Freigabe die Rede und zu keinem Zeitpunkt haben wir angenommen, dass der DFB gesetzliche Bestimmungen im Alleingang für nichtig erklären kann. Viel mehr war Teil der Abmachung, dass die Fanszenen die Zustimmung der lokalen Genehmigungsbehörden einholen und der Verband die, in seinen Sicherheitsrichtlinien festgeschriebenen, Ausnahmenregelungen erteilt (…)
Bereits Anfang des Jahres gab es erste Anzeichen dafür, dass der DFB dieser Initiative eine Absage erteilen wird.
(…) Schon aus rechtlichen Gründen ist eine generelle Freigabe nicht möglich. Und einen Alleingang seitens des DFB kann es bei diesem Thema ohnehin nicht geben. Über allem muss die Sicherheit der Zuschauer stehen. Und im Moment gibt es eine ganz klare Rechtslage: Es ist verboten, im Stadion Pyrotechnik abzubrennen (…) [ostfussball.com berichtete]
Noch drastischer drückte es der amtierende Innenminister von Sachsen letzten Monat bei einer Gesprächsrunde aus. Er möchte künftig ausnahmslos ein Verbot durchsetzen, um ein klares Signal zu setzen, dass es keinerlei Verhandlungsposition gibt, sondern das Verbot von Pyrotechnik in den Stadien grundsätzlich gelten muss. Feuerwerkskörper hätten in Stadien nichts zu suchen, so Innenminister Markus Ulbig von der CDU.
Ein generelles Verbot hat in den letzten Jahren nichts verhindern können, ein Kompromiss in dieser Angelegenheit vielleicht schon. So bleibt im Prinzip alles beim Alten, die Ultras werden weiter illegal in den Stadien zünden und die Vereine brav ihre Strafen an die Verbände bezahlen.
[ab]
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1 Antwort to Pyrotechnik legalisieren: Dialog beendet?
sachsen7
September 13th, 2011 at 17:24
… solange sich die ULTRAS – IN – den Gruppierungen in allen Vereinen nicht strikt SELBST ORGANISIEREN müssen wir uns nicht wundern! Ich denke erst wenn bspw. unsere UD eine eigene interne Grundordnung schaffen, erst dann werden wieder Gespräche mit dem DFB möglich sein. Ähnlich ist es auch in fast allen anderen Vereinen!