Piratenpartei: Mit Populismus auf Wählerfang in Chemnitz?

Oktober 19, 2011 | In: 3. Liga, Chemnitzer FC, Fußballfans, Stadion-Infos


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Auf der Webseite der Piratenpartei Chemnitz wird scheinbar auch weiterhin jeder Strohhalm für ein Argument gegen den Stadionbau in Chemnitz genutzt, um sich ins Rampenlicht der Medienwelt zu rücken.

(…) Ludwig Gramlich, Professor für öffentliches Recht an der TU-Chemnitz drückte es gegenüber der Freien Presse ziemlich klar aus: “Wenn man da keine Rechtssicherheit hat, hat man auch keine Planungssicherheit”. Genau diesen Punkt kreiden auch die Piraten in Chemnitz an. Um eine sichere Planung zu gewährleisten ist es nötig, eine saubere Abstimmung zu haben. Die war hier, mit öffentlichem Druck, von einigen “Psychoterror” genannt, vom Public Viewing und den für Fans reservierten Plätzen im Rathaus, sowie der Arbeit am Antrag bis am Abend vor der Sitzung nicht gegeben. Warum gerade jetzt diese Maßnahmen Frau Oberbürgermeisterin? Wir wurden gefragt warum wir ausgerechnet jetzt einschreiten mussten, aber kaum jemand fragt warum gerade jetzt eine Stadtratssitzung zum einseitigen Medienspektakel werden musste. Die Antwort ist klar, hier war man sich, trotz mangelnder inhaltlicher Vorbereitung, sicher, das man die Abstimmung für das Stadion bekäme. Es wurden scheinbar genug Stadträte vorher im Hinterzimmer dazu genauer befragt (…)

Foto: blogspot.com

Natürlich kommen derartige populistische Aussagen auf Kosten des Neubaus des Chemnitzer Stadions nicht sonderlich gut bei den zahlreichen Anhängern des CFC sowie den vielen tausenden Befürwörtern (über 22.000 Unterschriften für das Stadion) an. Auch wenn man jedes Mal auf’s Neue anschließend betont, dass man ja eigentlich für ein neues Stadion sei (piratenpartei.de). Und so kann es nur lauten, Hände weg vom Stadionentscheid!

(…) Liest man die Statements des Oberpiraten Toni Rotter auf der Piraten-Homepage so merkt man, dass die Jungs noch grün hinter den Ohren sind. Obwohl das Thema Befangenheit der beiden CFC-Aufsichtsräte und Stadtratsmitglieder Meyer und Langer von den Grünen in der Stadtratssitzung eingebracht, dort von Rechtsbürgermeister Runkel ordnungsgemäß geprüft (!) und abgelehnt (!) wurde, nahmen die Piraten genau dieses Thema zum Anlass, per Brief an die Landesdirektion die Annulierung des Stadtratsbeschlusses zu fordern. Zudem bringen sie die beiden für ihre langjährige, erfolgreiche Arbeit in der Kommunalpolitik respektierten Stadträte mit Korruption in Verbindung. So dreist muß man erstmal sein.  Auch andere Statements von Rotter sorgen für Kopfschütteln. So wird tatsächlich angeprangert, dass Meyer und Langer “lange Reden gehalten” und damit “eventuell viele weitere beeinflusst” hätten. Interessant, dass ausgerechnet eine Partei, die “Bürgerrechte verteidigen” will und “Transparenz” in den Mittelpunkt ihres Wahlprogrammes stellt, einen Maulkorb für nicht genehme Stadträte fordert  (…) [cfc-fanpage.de]

[ab]


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4 Antworten to Piratenpartei: Mit Populismus auf Wählerfang in Chemnitz?

Hoax

Oktober 19th, 2011 at 15:55

Hää … wie kommt Ihr nur auf diese Überschrift …

Populäre Entscheidungen hinterfragen haltet Ihr also für populisitisch  – Ist das nicht eher das Gegenteil oder muss ich daraus schließen, dass die Chemnitzer mehrheitlich gegen das Stadion sind?

Netterjens

Oktober 19th, 2011 at 16:27

Spinner, die sich wichtig tun wollen, keine Ahnung vom Fußball haben und den Stadionneubau als Plattform für ihre Interessen gegen unseren Verein nutzen wollen … Die machen sich um Gelder Sorgen, die sie nichts angeht … Stadionneubau kommt!!!!!!!!  

admin

Oktober 20th, 2011 at 08:27

Wir halten die aktuelle Diskussion durch die Chemnitzer Piraten für fragwürdig und sehen die Überschrift mehr als berechtigt. Kümmert Euch um den Bundestrojaner oder um den freien Nahverkehr, aber lasst die Finger zukünftig von solchen Dingen! Der enorme Schaden, welcher damit angerichtet wurde ist noch nicht in Zahlen zu beziffern.

Derzeit untersucht die Landesdirektion die Vorwürfe durch die Piraten, was einige Zeit in Anspruch nimmt und nun den Baustart Mitte 2012 gefährden könnte. Die Ausnahmegenehmigung des Deutschen Fußball-Bundes zur Nutzung des alten Stadions läuft am 30. Juni 2012 ab. Bis dahin sollte ursprünglich mit dem Neubau begonnen werden. Für den Chemnitzer FC könnte das im schlimmsten Fall den Zwangsabstieg in den Amateurbereich bedeuten.

admin

Oktober 21st, 2011 at 11:23

“In mir brodelt es. Was gegenwärtig passiert, ist aus meiner Sicht eine Farce.”

Trainer Gerd Schädlich bezeichnete den Befangenheitsvorwurf der Piratenpartei gestern als “Senf”, für den ihm jegliches Verständnis fehle.

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