Michael Ballack: Zurück von der Insel

Juni 28, 2010 | In: Spieler-Infos


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Nun ist es endgültig amtlich, der verlorene Sohn des ostdeutschen Fußballs kehrt zurück nach Deutschland. Michael Ballack wird ab der kommenden Saison nicht mehr in England für Chelsea spielen, sondern seine Arbeit für die kommenden zwei Jahre bei Bayer Leverkusen antreten und wahrscheinlich auch dort seine Karriere als Spieler beenden. Danach wird er höchstwahrscheinlich eine führende Rolle im Management der Werkself am Rhein übernehmen. Angeblich hatte seine Frau großen Anteil an der Entscheidung nach Deutschland zurück zu kehren. Das “Heimweh” soll dabei ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung gewesen sein. Michael Ballack ist seit 2008 verheiratet. Mit seiner Frau hat er drei Söhne. Für stolze 12 Millionen Euro wird nun der “Capitano” in den nächsten beiden Jahren das Kommando bei den “Pillendrehern” übernehmen, wo er zwischen 1999 bis 2003 bereits spielte. Bei der Verpflichtung spielte neben seinen unbestrittenen sportlichen Fähigkeiten auch sicherlich der Imagefaktor für seinen neuen Arbeitgeber eine sehr große Rolle, da Michael als Werbeträger sehr beliebt ist. Neben Leverkusen war auch der Vfl Wolfsburg und Schalke 04 an Ballack interessiert.

Foto: epochtimes.de

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Angefangen mit dem Fussball hatte der Weltklasse-Spieler in Karl-Marx-Stadt, dem heutigem Chemnitz. Die Metropole im Westen von Sachsen war in der Vergangenheit stets Garant für gute Spieler. Im Alter von sieben Jahren begann er dort bei der BSG Motor Fritz-Heckert (heute VFB Fortuna Chemnitz)  mit dem Training. Nachdem seine talentierten Fähigkeiten schnell offensichtlich wurden, wechselte er 1988 zum FCK (FC Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitzer FC). Mit der U19 gewann er die Meisterschaft und 1995 wurde er in den Profikader des CFC übernommen. Doch nicht lange konnte der Spieler aufgrund rücksichtsloser, finanzieller Abwerbung durch Bundesligavereine gehalten werden. Der Wechsel zum FCK (diesmal aber FC Kaiserslautern ) unter der Trainerpersönlichkeit Otto Rehagel wurde perfekt gemacht. Die damaligen Einnahmen für den Chemnitzer FC  im Vergleich zu seinem heutigen Marktwert könnte man schon als mickrige Peanuts bezeichnen. Der Verein aus Westsachsen dümpelt seit Jahren nur noch in den unteren Ligen umher und Geldnöte blockieren ständig neue nennenswerte Investitionen. Ähnlich ergeht es fast allen einstigen Traditionsvereinen in Ostdeutschland, die Chance auf eine faire Behandlung im harten Fußballgeschäft haben hier nur wenige bekommen. Bereits im ersten Jahr nach dem Wechsel zum neuen Arbeitgeber gelang Michael Ballack der Deutsche Meistertitel. Und 1999 wechselte er nach dem damaligen Antritt in der Nationalmannschaft für stattliche 8 Millionen DM nach Leverkusen, im Jahr 2002 für 6 Millionen Euro zu den Bayern nach München. Im Jahre 2006 gings von dort aus, ablösefrei zum CFC, nein – nicht zurück in seine Heimatstadt, sondern nach Chelsea, wo er auch heute noch unter Vertrag steht. Privat angagiert sich Ballack immer noch für seinen Heimatverein, den Chemnitzer FC und unterstützte ihn schon mehrfach mit Spenden und Sachhilfe. Danke dafür, dass er seine Herkunft niemals vergessen hat. ostfussball.com

[ab]


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