Leipziger Fußball: Zuschauer, Fans und Vereine
März 3, 2011 | In: 1. FC Lok Leipzig, FC Sachsen Leipzig, Fußballfans, Oberliga NOFV-Süd, RB Leipzig, Regionalliga Nord, Stadion-Infos, Ultras
.
Ladbrokees.com - Nr. 1 bei Fussballwetten!
50 Euro kostenlose Wette!
ladbrokes.com >>>
Gestern Abend wurde zeitgleich in Leipzig an verschiedenen Stellen Fußball gespielt. Für uns eine Möglichkeit, ein Zwischenfazit über die Statistiken auf den Rängen von RasenBallsport Leipzig und dem 1. FC Lok Leipzig zu ziehen. Leider hängt dieser Vergleich etwas, da ja bekanntlich die Blau-Gelben eine Klasse tiefer derzeit gegen den Abstieg kämpfen. RasenBallsport hat dafür nur noch eine theoretische Chance auf den Aufstieg in die 3. Liga Deutschlands.
Im ehemaligen Zentralstadion durfte gestern der “zukünftige Championsleague-Teilnehmer und Bundesligaverein” des österreichischen Getränkeabfüllers Red Bull gegen die zweite Vertretung von Eintracht Braunschweig antreten. Nur noch zirka 1.000 Zuschauer wollten diese Partie gestern abend 19.00 Uhr unter Flutlicht sehen, wahrlich eine Geisterkulisse. Willkommen in der Regionalliga Nord, kann man bei solchen erschreckenden Zahlen nur noch sagen! Vielleicht sollte man sich wieder ernsthaft Gedanken über Freikarten für den Rest der Saison bei den Verantwortlichen machen. Das Spiel gewann übrigens die Marketingtruppe unter Trainer Oral und dem neuen Sportdirektor Linke souverän mit 4:0. Der Bau des Trainingszentrums für 30 Millionen Euro mitten im Auenwald wurde gestern übrigens vom Stadtrat auch beschlossen. Bei 7 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen wurde das, bei vielen Bürgern der Stadt umstrittene Projekt auch von der Partei der Grünen scheinbar ohne Bedenken durchgewunken (ostfussball.com berichtete). In Leipzig wird Naivität und blindes Vertrauen sichtlich Groß geschrieben.
Nebenan, ein paar Staßenbahnhaltestellen weiter, nämlich in Propstheida wurde zur selben Zeit auch gespielt, eben eine Klasse tiefer und gegen den Abstieg. Immerhin 1.681 Besucher kamen gegen die Amateure von Rot-Weiß Erfurt ins heimische Bruno-Plache-Stadion. Mit einem verdienten Punkt durch ein Tor in der Nachspielzeit konnte der FC Lokomotive Leipzig zumindest den Abstand auf die Aufstiegsplätze auf nunmehr drei Punkte erhöhen. Zwei Nacholspiele stehen aufgrund der vielen Spielabsagen noch zu Buche und machen Hoffnung, dass am Ende der Spielzeit zumindest die Klasse in diesem schwierigen Jahr des Umbruchs im Leipziger Fußball gehalten werden kann. Das Fernduell in puncto Zuschauerzahlen konnte man am gestrigen Abend jedoch eindeutig für sich entscheiden.
Beim dritten Verein der Stadt Leipzig, dem FC Sachsen Leipzig, gab es gestern zur gleichen Zeit ein so genanntes Fanforum zum Thema Kooperation mit RasenBallsport Leipzig. Während die Verantwortlichen des FCS eine Zusammenarbeit mit dem Retortenverein in Betracht ziehen, distanzieren sich die Chemie-Fans ausdrücklich dagegen. Die momentanen schlechten Zuschauerzahlen sprechen schon jetzt ihre eigene Sprache. Nicht auszudenken, wenn es wirklich zur geplanten Entscheidung des Insolvenzverwalters kommen sollte – eine schreckliche Vision! Über den Ausgang der Gespräche werden wir zu einem späteren Zeitpunkt berichten. Im Gegensatz zu Lok Leipzig können die Anhänger dieses Vereins kaum Einfluss auf den Ausgang der zukünftigen Entscheidung nehmen, da man sich in einer laufenden Insolvenz befindet.
[ab]
.

10 Antworten to Leipziger Fußball: Zuschauer, Fans und Vereine
[ab]
März 3rd, 2011 at 14:21
Zur Kooperation des FC Sachsen Leipzig mit RasenBallsport Leipzig nach dem gestrigen Fanforum:
http://www.sachsen-leipzig.de/forum/showthread.php?t=5639
Die Kooperation wird wohl definitiv kommen und der Verein wird nicht mehr sein, was er mal war. Nun wird sicherlich eine letzte große Austrittwelle beginnen, bevor der Verein restlos zu Grabe getragen wird.
chief
März 3rd, 2011 at 16:54
Der FC Sachsen hatte ja aufgrund der bekannten Insolvenz nie die Möglichkeit die Kooperation abzulehnen. Das sollten die vielen potentiellen “Austreter” auch mal berücksichtigen. Schließlich stellen diese sich damit nur auf eine Stufe mit den “traditionslosen” Rasenballern.
Außerdem schenken sie den Verein dadurch quasi weg. Die ganzen Überbleibsel werden nach dem “zu Grabe tragen” des Vereins sicherlich auch noch an RB Leipzig übergehen.
Sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen…
MikeRohsoft
März 3rd, 2011 at 21:47
Mittwoch abend, 19.00 Uhr, Nachholspiel bei eiskalten Temperaturen gegen eine 2. Mannschaft und dann läuft auch noch Bayern geg. Schalke im TV. Das lockt doch keinen ins Stadion.
Holladri
März 3rd, 2011 at 21:55
Der FC Sachsen weiß wie sich knapp 1.000 Leute im ZS/in der RBA anfühlen!
wr
März 4th, 2011 at 13:23
Mmmh… Trotzdem waren eine Liga tiefer, trotz Abstiegskampf, DFB- Pokal, Eiseskälte in Probstheida mehr Menschen im Stadion…
Becks_159
März 4th, 2011 at 15:00
@wr da ging’s glaub ich auch gegen Erfurt und ich denke Erfurt zieht nun mal mehr Leute als Braunschweig
[ab]
März 4th, 2011 at 15:59
Nach meinen Informationen gab es bei RasenBallsport pro Karte am vergangenen Mittwoch zusätzlich noch ein 1 Freigetränk + 1 Bratwurst gratis dazu.
Holladri
März 4th, 2011 at 19:19
Und die obligatorische Dose Red Bull in der red Bull Arena!
admin
März 5th, 2011 at 10:10
Scheint ja dann wohl auch nicht mehr zu ziehen
AndyHHM
März 5th, 2011 at 13:48
Bei aller Abneigung gegenüber RasenBallsport, solltet ihr trotzdem korrekt bleiben. Wenn man in den Dimensionen Zuschauerzahlen vergleicht, fallen offizielle 276, die ihr weglaßt, noch ganz schön ins Gewicht. Das “zirka 1.000″ läßt andere Zahlen vermuten und Loks Zuschauer habt ihr ja auch nicht auf 1.500 abgerundet. Beim Vereinsnamen kriegt ihr das doch auch hin. Ganz im Gegenteil zu vielen ach so traditionellen Fußballfans.