Heldenepos oder Posse in mehreren Akten?
Oktober 13, 2010 | In: Blog-Ostalgie, Fußballfans, Hooligans, RB Leipzig, Regionalliga Nord, Spieler-Infos, Ultras
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Voran gestellt: So genannte Totschlagargumente sind inhaltlich nahezu leere Argumente, also Scheinargumente, bloße Behauptungen oder Vorurteile, von denen der verbreitende Rhetoriker annimmt, dass die Mehrheit entweder mit ihm in der Charakteristik übereinstimmt oder keine Anfechtung wagt, da dies in der öffentlichen Meinung auf Ablehnung stößt. So viel dazu …
Mit dem Thema Gewaltabwendung als Totschlagargument wurde schon vor langer, langer Zeit, nämlich vor unglaublichen fünf Jahren, beim Einstieg in einen Verein hinter den sieben Bergen geworben, um von einem europaweit unschlagbar kurpfuscherischen Neuanfang im Fußball abzulenken. Fakt ist, dass der Einstieg damals ohne Probleme abgelaufen war und niemand die düsteren Prophezeiungen durch wilde Horden am eigenen Körper erleben musste. Die ausgegrenzten Fans gründeten diszipliniert ihre alte ehrwürdige Vereinsdame neu und haben seit dieser Zeit eine prachtvolle Entwicklung an den Tag gelegt. Davon kann man jedoch im benachbarten Diskotown aber nur träumen, denn der synthetische Verein steht ohne jegliche Energie mit dem Rücken zur Wand, verkommt zum Gespött und hat mittlerweile doch sichtlich nicht nur virtuelle Veilchen im Gesicht.
Der Grund für den Verfall des einst so hochgelobten Mythos liegt nun ausgerechnet in einer wahren deutschen Heldenstadt, denn dort soll ab sofort das nagelneue Mekka der europäischen Fußballbühne quasi aus dem verkümmerten Boden alter kommunistischer Hinterlassenschaften gestampft werden. Sozusagen ein neues brennendes Feuer eines bereits ausrangierten Auslaufmodels, noch nicht einmal von der Stange. Oder sagen wir vielleicht besser ein Strohfeuer? Nein, wir reden in Praxi vom letzten Strohhalm und stupider Geldeinäscherung im sonst weitgehend professionellen Geschäft mit dem runden Leder. Doch kommen wir nun zum eigentlichen Thema…
Und auf einmal sind es auch wieder die gleichen Parolen der PR-Maschinerie, welche durch Spieler, Funktionäre und selbsternannte Fachpersönlichkeiten den Umlauf in den ausgewählten Medien machen. Und so werden beispielsweise ehemalige Mannschaftskameraden auf einmal zum Sprachrohr der gezielten Kampagne gegen alle anderen etablierten Vereine der Region mit unterstelltem Refugium für potenzielle Krawallmacher. Hat man nichts aus der Vergangenheit gelernt? Scheinbar nicht, denn die gleiche kalte Kotze läuft wieder überschäumend aus den schmutzigen Schandmäulern. Kein Wunder also, wenn dann die alten Freunde plötzlich nicht mehr so freundlich über derartige Aussagen sind.
(…) “Ich denke, dass die Vereine zusammen arbeiten sollten und nicht gegeneinander, das hilft doch niemandem” (was in der Zukunft wohl so aussehen soll, dass die anderen Vereine der Region ihre top ausgebildeten Jugendspieler abgeben und so eigentlich nur diesem helfen?). “Jeder Klub hat seine eigene Tradition” (Echt Maximilian? Bis auf einen …), “das ist auch gut so, es soll auch heiße Derbys geben, aber mit Hooligans und Schlägereien kann ich gar nichts anfangen. Mit so was bin ich überhaupt nicht einverstanden.”
Hört, hört. Wieder so eine versteckte Botschaft der Marketingexperten. Na dann hoffen wir mal, dass er nicht auf die bösen Magdeburger Hools trifft. Denn Maximilian lässt des Weiteren verlauten, dass er öfter in Magdeburg weilt, da seine Freundin von hier stammt. Na hoffentlich hat er genug, um fix die Beine in die Hand zu nehmen (…) [Ausschnitt "(...) Aha, du alte Mistsau (...)" von Planet Blue Generation, 26. September 2010]
Ob nun der Ton etwas zu hart mit dem verlorenen Sohn ausgefallen ist, darüber lässt sich sicherlich streiten, doch die eigentliche Message, welche man uns hier wieder versucht unterzuschieben, scheint jedoch jedem schnell klar. Auch die vielen Kommentare der Gutmenschen auf unserer Webseite zum Thema sprechen dazu ihre eigene Sprache. Da wird sogar versucht, mit dem Hass und der Gewalt innerhalb der tradionellen Fußballvereine eine Gleichung aufzustellen, warum der Sport Nummer Eins, laut dem Kompass in östlicher Himmelsrichtung, aber in den letzten 20 Jahren sowas von kaputt gegangen ist.
“Der Hass wird geschürt von Leuten, die andere instrumentalisieren wollen und es gelingt ihnen offensichtlich immer wieder – das ist ein altes Thema. Niemand verbietet Euch, euch selbst bzw. euch gegenseitig zu hassen. Aber lasst die anderen aus dem Spiel. Eines ist für mich und 95 Prozent der Fans klar: Hass ist schlimmer als Kommerz. Und jemanden, der versucht mit Hass seinen Lebensalltag zu füllen, kann man gar nicht mit Leuten vergleichen, die einen Verein oder Firma führen, der Menschen gute Jobs und auch guten Fußball gibt. Nicht der Kommerz hat den Fußball in Ostfussball kaputt gemacht, sondern der Hass. Und zwar aus einem logischen Grund: Hass ist destruktiv orientiert und kann nicht langfristig kreieren, dabei ist Hass nicht nur nach außen gerichtet, sondern vor allem nach innen. = Hassende Fans hassen also ihre eigenen Vereine kaputt – so schaut’s aus. = Wenn ihr eure Vereine wieder hochbringen wollt, müsst ihr zuerst diese Spirale durchbrechen – sonst wird das nie was. Garantiert!” [Kommentar @ ostfussball.com, 12. Oktober 2010]
Man könnte an dieser Stelle noch viele weitere Kommentare aus den Medien oder auch hier aus dem Blog zitieren, aber inhaltlich haben alle durchweg den einhelligen Tenor – mit oder ohne Garantie, diese Mogelpackung ist einfach zu offensichtlich. Und dieser faule Zauber bleibt niemandem lange verschlossen und der Initiator entlarvt sich dabei letztendlich nur selbst. Scheinbar hat man hierbei aber erneut die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ach so, die Rede ist übrigens von …
[ab]
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8 Antworten to Heldenepos oder Posse in mehreren Akten?
thognas
Oktober 13th, 2010 at 19:27
@[ab] – gelungener reißerischer artikel – damit könntest du für ultras die pr machen. für journalismus reicht es leider nicht, denn deine conclusio geht in die komplett falsche richtung
mich in die nähe von pr zu stellen, tut mir nach so vielen jahren auf der gegenseite fast ein bisschen weh – aber dadurch, dass es mich nicht betrifft, habe ich kein weiters problem damit.
deine theorien sind aber interessant und ein grandioses beispiel dafür, wie die meisten verschwörungstheorien zustande kommen -> durch abwesenheit von wissen und einer einseitigen fantasie.
aber ich vermute mal, du bist noch jung (15-18), also hast du noch ein bisschen zeit.
lg
admin
Oktober 14th, 2010 at 07:42
Warum werden eigentliche alle Kommentare immer mit der gleichen IP geschrieben? Hat die RB-Fangemeinde wirklich nicht mehr zu bieten als einen Fake-User?
Zitiat: Und dieser faule Zauber bleibt niemandem lange verschlossen und der Initiator entlarvt sich dabei letztendlich nur selbst …
Es wurde nun etwas aufgeräumt und alle Beiträge der Fakeuser gelöscht.
Grün Weiß
Oktober 14th, 2010 at 08:57
Nelson würde sagen: “Ha ha”
Schon Scheiße, wenn man die IP erkennen kann!
Ich gehe ja davon aus, dass RB eh kurz oder mittelfristig wieder hinschmeißt (Umsatz-Absatzrückgang, Negativimage durch RB Leipzig usw.)
Was mich ja auch freut, dass ein Energielieferant im Leipziger Traditionsfußball investiert und wie man weiß, hängt da mehr Geld und Know-How hinter als bei einem kleinem östereichischen Getränkeabfüller, der es geschafft hat durch Marketing sich wichtiger zu geben als das er ist
Matteschitz muss z.B. Lizenzgebühren an die Thaifamily zahlen, die Rb auch noch zu 49% gehört.
Aber doch hoffe ich, dass der RB-Gutmensch, der ja denkt: “Ab Liga eins gibt es keine Gewalt und Hass mehr in den Stadien und davor weil ja alles zu kommerzialisiert ist”, dass diese Gutmenschen mit den Frankfurtern und Dortmundern und Hamburgern usw denn mal zusammen treffen …
Hey liebe RB Eventies, die wollen denn bestimmt bloß ein Flying Horse mit euch trinken und auf die Kommerzialisierung des Fußballs anstoßen …
thognas
Oktober 14th, 2010 at 09:46
@admin. es ist eine sachen, wenn du unwahrheiten schreibst, weil du die faktenlage nicht besser kennst. – aber seine eigenen leser bewusst anzulügen (alle haben die selbe ip), das tut man nicht. du solltest dich schämen – das lässt jeden anstand vermissen.
fairness ist eine der wichtigsten grundlage der sportlichen auseinandersetzung und der sportlichen kultur. – wer diese missachtet hat im umfeld des sportes nichts verloren und soll sich auch nicht mit seinen federn schmücken.
die argumentation hast du verloren und nun faulst du mit dem gestreckten bein von hinten … das ist ganz schön peinlich.
bye
Grün Weiß
Oktober 14th, 2010 at 09:53
Wie war der Spruch: “Getroffene Hunde bellen”
thognas
Oktober 14th, 2010 at 09:57
@grün weiß – stimmt. so und nicht anders kann man die unterstellungen von admin verstehen.
Grün Weiß
Oktober 14th, 2010 at 10:00
P.S. “wenn du unwahrheiten schreibst, weil du die faktenlage nicht besser kennst.”
Also was für Unwahrheiten denn, z.B., dass ein Funktionär hier aus der Region gefordert hat, man solle doch alle Talente ausm Osten gleich zu RB schicken?
Hört sich zwar krass an, aber ja, sowas haben Funktionäre verlauten lassen …
[ab]
Oktober 14th, 2010 at 11:46
Hier tun sich gerade echte Abgründe auf. Ich finde es nicht nur peinlich, sondern auch besonders erbärmlich, auf diese Art und Weise zu versuchen einen unbeliebten Verein zu pushen.
Ich glaube schon, die abschließenden Worte im Eingangspost haben ihre völlige Berechtigung.