Die FDP-Landtagsfraktion will das staatliche Glücksspiel-Monopol wieder kippen. Der seit 2008 gültige Staatsvertrag habe das Land Niedersachsen rund 70 Millionen-Einnahmen jährlich gekostet und für die Bekämpfung der Spielsucht nichts gebracht, kritisierte Fraktionschef Christian Dürr in Hannover. Er fordert, wieder private Sportwett-Anbieter zuzulassen und auch Lotto-Werbung stärker zu erlauben. Nach den Einschränkungen in Deutschland sei ein Milliarden-Schwarzmarkt für Internet-Sportwetten entstanden. “Der Staatsvertrag hat vollkommen versagt”, sagte Dürr. [Novoline]
Vor gut zwei Jahren schaffte man plötzlich mit scheinheiligen Argumenten, wie dem Spielerschutz oder das Eindämmen der Spielsucht, Platz für das staatliche Monopol im Bereich Online-Wetten oder Lotto im Internet. Das Mega-Geschäft mit dem Glücksspiel wollte unsere Regierung plötzlich mit niemanden mehr teilen und schickte kurzerhand alle etablierten Anbieter vor die Tür. So zum Beispiel auch unseren sehr beliebten ostdeutschen Dienstleister aus Gera. Dabei ist bis dato noch nicht entschieden, ob dieses Verhalten gegen geltendes europäisches Recht verstößt.
Seit dem 14.09.1990 waren wir als Sportwetten GmbH in Gera für Sie eine der ersten Adressen in Deutschland, die legal Sportwetten veranstaltet hat. Aufgrund der Entscheidung der Bundesländer ein Monopol für Glücksspiele zu schaffen und Glücksspiele im Internet völlig zu verbieten, teilen wir Ihnen hiermit die Einstellung unseres operativen Sportwetten Geschäfts im Internet in Deutschland mit. [Sportwetten Gera]
Doch die Pläne gingen nicht auf, denn seit der Einführung des Staatsvertrags im Jahre 2008 brachen die Einnahmen der Bundesländer aus dem Glücksspielbereich laut dem Deutschen Lottoverband um 30 Prozent ein, während im Web, Milliarden mit Online-Wetten, Poker und Kasino umgesetzt werden. Die Spielergemeinde hat sich vom staatlichen Wettangebot Odsett abgewendet und spielt nun bei den zahlreichen Anbietern im Ausland, wo noch nicht einmal Steuern dafür kassiert werden können. Der bestehende Glücksspielvertrag tritt am 31. Dezember 2011 außer Kraft, wenn nicht mindestens 13 Bundesländer seine Verlängerung beschließen. Erste Bundesländer, wie Niedersachsen, haben sich bereits dazu entschlossen, den Vertrag zu kündigen. Andere Länder haben ebenfalls signalisiert, dass man nicht mehr mitmachen möchte. Ein Schritt in die richtige Richtung! Dann könnten endlich auch wieder Sportwetten in Gera angenommen werden. Wollen wir drauf wetten?
[ab]
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1 Antwort to Gera: Bald wieder Sportwetten?
Christian
Februar 17th, 2011 at 07:30
Was passiert zum Beispiel mit den vielen geprellten Spielern von Langzeitwetten, welche noch Guthaben bei der unberechtigten Zwangsaufgabe auf ihrem Spielerkonto hatten? Hat denn jemand hier Erfahrungen oder gar bereits versucht, sein Geld zurück zu bekommen. Alle Kontaktversuche von mir waren ergebnislos…