Fundstück des Tages # 55 [Jürgen Röber, RB Leipzig, Ostfussball, Familienfest]

Juli 16, 2010 | In: Ausschreitungen, Fundstück des Tages, Fußballfans, Hooligans, Nationalmannschaft, RB Leipzig, Regionalliga Nord, Spieler-Infos


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In loser Folge dokumentiert ostfussball.com in dieser Rubrik mehr oder weniger (ost)fußballtangierende Kostbarkeiten der deutschen Schriftsprache – unkommentiert, da schon die Fundstücke als solche zumeist einiges selbst postulieren; und dabei einfach ihrerseits sprechen. Aus einem Interview mit Jürgen Röber -

pussy

Toni Kroos war der einzige Ostdeutsche im WM-Kader. Bald geht die Bundesliga wieder los, ohne irgendeinen ostdeutschen Verein. Eine bedrohliche Entwicklung für unsere Region?
Ein ungute. Aber ich glaube, dass bei Hertha BSC Berlin gerade sehr gut gearbeitet wird, so dass die Chance, dass sie wieder aufsteigen können, groß ist. Wobei die Spieler, die letztes Jahr noch Bundesliga gespielt haben, spüren werden, dass die zweite Bundesliga ein sehr hartes Pflaster ist. Zur Situation in Ostdeutschland muss man leider sagen, dass hier einfach noch die wirtschaftlichen Rahmenbedingen fehlen. Talente gibt es genug, das beweist ja allein der neue A-Jugend-Meister Hansa Rostock.

Es gibt auch das Projekt RB Leipzig…
…das halte ich für das Projekt der Zukunft. Ein ausgezeichneter Standort, ein tolles Stadion, ein hoch professioneller Investor und eine Alternative für die vielen, vielen Fans, die Fußball als Familienfest ohne Krawalle und Schlägereien erleben wollen. Da entsteht ein großer Verein… Superillu


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7 Antworten to Fundstück des Tages # 55 [Jürgen Röber, RB Leipzig, Ostfussball, Familienfest]

Ofenfrisch

Juli 16th, 2010 at 11:30

Seit wann ist Hertha BSC unsere Region?
Und wo sind die vielen, vielen Fans, die Familienfeste beim Fußball feiern wollen? Herr Röber, setzen Fünf!

thognas

Juli 16th, 2010 at 11:35

@ofenfrisch – davon gibt es genug! – warte noch ein bis zwei jährchen und dann werden auch die chemiker und lokis gern mal einen sprung vorbeischauen, einfach weil sie gerne guten fußball sehen.
den tradition spielt ebensowenig fußball wie geld. fußball spielen nur die spieler :-)

lg.

admin

Juli 16th, 2010 at 11:49

Hier meldete sich bereits Franz Beckenbauer zu diesem Thema:
http://ostfussball.com/fundstueck-des-tages-38-superillu-und-franz-beckenbauer-fabulieren-ueber-den-fussball-im-osten-354/

[...]habe ich sogar persönlich geraten, Markranstädt zu kaufen[...]

Kartause

Juli 16th, 2010 at 14:29

Die Frage ist und bleibt doch, kann man mit Red Bull langfristig in Leipzig planen? Die Antwort lautet njein!
Sicherlich haben sie jetzt mit den Namensrechten für das Zentralstadion ein deutliches Zeichen für ein Engagement gesetzt aber wenn der schlechte Trend weiter anhält wird sich RB nach den Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus wieder zurück ziehen. Ich kenne kein deutsches Stadion von der 1. Bundesliga hinunter zur Oberliga, wo Familienunterhaltung als Fußball angeboten wird? Und die Aussage von Herr Röber klingt ja gerade als ob es Hooligans nur in Leipzig gäbe. Letzte Saison gabs den spektakulären Platzsturm durch Hertha Hools. Und auch sonst gibt es immer wieder Ausschreitungen in allen Ligen, das ist kein ostdeutsches Phänomen.

Sebastian

Juli 16th, 2010 at 19:50

Ich sehe mal wieder das die Mehrheit der Fußballinteressierten (ich vermeide das Wort “Fans” denn das kommt ja von Fanatic = Fanatiker) keine Ahnung von Ultras oder Hooligans hat. Ansich weniger ein Problem, wenn nicht diese Unwissenden permanent in den Fokus gerückt werden würden siehe WM, EM und den ganzen Fasching drumherum. Genau deswegen bilden sich beim Fußball mehr und mehr elitäre Fankreise da die Masse der Fußballinteressierten schon völlig verdummt wurde.

P.S. RB Leipzig ist und bleibt der Buhmann des Fußballs!
Und Beckenbauer verkalkt mehr und mehr.

Reudnitzer

Juli 17th, 2010 at 17:37

Auch ich würde sehr gerne Fußball im tollen Zentralstadion schauen. Und sehr gerne ohne prügelnde, grölende Fans von Chemie oder Lok, die ihre pubertären Lagerkämpfe um ein Sportereignis herum austragen möchten. Die Spiele des RB nehme ich da gerne als Möglichkeit wahr. Immerhin hat der Verein es geschafft, endlich mal etwas hier in Leipzig voranzubringen, anstatt jahrelang rumzumähren und den Fußball hier in der Stadt niederzuringen. Auf derartige “Tradition” kann ich gerne verzichten.

Jay

Juli 18th, 2010 at 13:44

Zitat: “Da ensteht ein großer Verein…”
Ach ja? Wer immer noch glaubt mit RB kommt der “Große Durchbruch” im Ostfußall, wird “Großes entstehen”, “tolle Stimmung im Stadion”, usw., der sollte sich das folgendes durchlesen. Ich bin mir sicher, so wird es auch in LE werden:
http://derstandard.at/1242316039496/Interview-Viel-investiert-aber-oft-fehlt-das-Herz?_seite=1
Die Frage wird sein, was passiert mit den ortsansässigen Leipziger Vereinen parallel zum RB-Werbe-Zirkus. Wird einer von Ihnen die unteren Ligen verlassen und einen zweiten Weg aufzeigen mit dem sich die Leute in LE identifizieren können?

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