FC Sachsen Leipzig: Proteste und weiterer Zuschauerschwund

Februar 21, 2011 | In: FC Erzgebirge Aue, FC Sachsen Leipzig, Fußballfans, Oberliga NOFV-Süd, RB Leipzig, Regionalliga Nord, Stadion-Infos, Ultras


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Die letzten wenigen Anhänger des traditionellen Vereins FC Sachsen Leipzig sind seit der Ankündigung, mit RasenBallsport Leipzig kooperieren zu wollen, in zwei Lager gespalten. Es gibt neben zahlreichen Gegnern auch Befürworter für die angestrebte Zusammenarbeit mit der Marketingtruppe von Red Bull.

Vor der Partie am vergangenen Wochenende erschien von den Gegnern dieser Kooperation eine Ankündigung für Protestaktionen beim Spiel gegen die zweite Mannschaft des FC Erzgebirge Aue auf den Webseiten verschiedener FC Sachsen Fanclubs im Internet.

Wir werden deshalb zusammen mit der IG (Interessengemeinschaft) uns vor unserem Fanprojekt in Leutzsch am Pressecontainer sammeln und gemeinsam mit anderen Fans und Anhängern ab der 19 Minute gemeinsam ins Stadion hineinlaufen und geschlossen als Gruppe und der IG ab Minute 64. das Stadion  wieder verlassen. Wir werden uns dazu kritisch zu Wort melden und dies nicht einfach tatenlos und wortlos hinnehmen! Aber nicht nur durch diese Aktion hat sich der Vorstand und der Verein das Sinnbild und die Transparenz der Fans verspielt, nein auch in der Vergangeheit wurden so oft schon gewisse Abmachugen wiederrufen und gebrochen. Wir sehen es deshalb als angebracht ein Zeichen zu setzen, dass man mit uns als Gruppe und Fans des FC Sachsen nicht einfach machen kann was man will. (Sektion Norddamm)

Diese Aktion verlief jedoch nicht sonderlich erfolgreich und drohte teilweise an der aufgeheizten Stimmung fast zu eskalieren.

Schon bei der Ankuft konnte man heute erkennen, dass es weniger Fans sein werden, die die sonst schon sehr spärlich besetzten Ränge besetzen würden. Unserer Schätzung nach waren heute höchstens 700 Leute im altehrwürdigen AKS. Wir beobachteten und begaben uns an den Pressecontainer, denn dort sollte der Treffpunkt der Protestler sein. Erschreckend wenige Leute fanden sich dort ein. Am Ende waren es um die 65 die beim Anpfiff vorm Stadion waren. Flankiert von einigen Bullen (welche wohl abgestellt wurden, falls doch was ausm Ruder läuft) wartet man bis man dann ins Stadion ging. Aufm Norddamm dann teilweise ganz bittere Dialoge zwischen Chemikern. Von Beschimpfungen ala “Geht doch zur B[all]SG” über “Ich würde Euch abstechen wenn ich nen Messer hätte” über geistige Ergüsse wie “Ist doch noch gar nix unterschrieben” oder “Wir gehen doch so oder so unter” war heute scheinbar >Tag der Sonderschule<. … so spaltete sich die Gruppe der Protestler zwar in einige kleinere Gruppen auf (und präsentierte auch einige Spruchbänder zum Thema) aber im Grunde griff der Widerstandswille nicht über auf die restlichen Chemiker. (lucka-supporters.com)

Foto: webme.com

Foto: webme.com

Und während tatsächlich im Forum des FC Sachsen Leipzig noch vom Nutzen und von der eventuellen Gewinnung von neuen Mitgliedern bei einem gemeinsamen Gang mit RasenBallsport Leipzig philosophiert wird, hat der einstige DDR-Meister mit weiterem Zuschauerschwund zu kämpfen. Nur noch 700 Besucher wollten das letzte Spiel der Grün-Weißen in der traditionsreichen Spielstätte in Leipzig-Leutzsch sehen, dessen Namensgeber sich bestimmt bei den jetzigen Ereignissen im Grabe umdrehen würde.

[ab]


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