FC Hansa Rostock: Hamburg und eben alle stehen auf
August 24, 2010 | In: 3. Liga, FC Hansa Rostock, Fußballfans, Ultras
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Die diesjährige Großkundgebung “Hamburg und alle stehen auf!” am 4. September 2010 in Hamburg wird nun auch offiziell vom FC Hansa Rostock unterstützt. Gemeinsam möchte man mit dem FC St. Pauli gegen Menschenverachtung und Rechtsextremismus demonstrieren.
(…) Die Mehrzahl der Rostocker Fans wollen genauso wie die Mehrheit der FC St. Pauli Fans Spaß am Fußball erleben und ihrer Mannschaft die Daumen drücken. Niemand streitet ab, dass es in den Rostocker Fankurven durchaus Rechtsextreme gibt. Jedoch stellen diese dort ebenfalls eine Minderheit dar, wie beim HSV, Borussia Dortmund oder jedem beliebigen Ligaclub (…) [Laut gegen Nazis].
Foto: lautgegennazis.de
“Jörn Menge hat (…) nicht nur den FC St. Pauli gewinnen können, sondern auch den FC Hansa Rostock, den seit Jahren schon ein Problem mit rechtsradikalen Anhängern plagt. Corny Littmann, ehemaliger Präsident des FC St. Pauli, zollte dem Hansa-Vorstand dafür großes Lob. ‘Ich finde es ausgesprochen gut, dass sich Hansa Rostock an der Veranstaltung am 4. September beteiligen wird. Das ist sehr bemerkenswert. Es ist eine sehr positive Wendung’, sagte Littmann.
Peter Zeggel, Marketingvorstand des FC Hansa Rostock, bestätigte auf Anfrage, dass der Verein die Veranstaltung am 4. September vor Ort unterstützen werde. ‘Wir haben von Herrn Menge eine Anfrage erhalten, ob der FC Hansa in diesem Aktionsbündnis mitmachen wolle. Wir wollen uns nicht politisch vereinnahmen lassen, aber es ist so, dass die Vereinsführung diese Kampagne unterstützt. Wir können es uns vorstellen, uns dort im Schulterschluss mit dem FC St. Pauli zu positionieren’, sagte Zeggel.” [Die Welt, 21. August 2010]
Durch das gemeinsame Vorhaben beider Vereine, sich gegen Menschenverachtung und Rechtsextremismus zu positionieren, erhofft man sich nun bei den Vereinen ein “Aufeinander zugehen” der beiden verfeindeten Fanlager.
Erst Anfang diesen Monats war es im Rostocker Stadion zu einer Aktion gegen politisch-motivierte Personen aus dem rechtem Spektrum unserer Gesellschaft gekommen. “Beim Heimspiel des FC Hansa Rostock in der 3. Liga am 8. August haben Ultras, Fans, Stadionbesucher scheinbar ein Zeichen gesetzt. So ‘drängten gut 150 Hansa-Fans [eine] etwa 25 Mann starke Abordnung um den NPD-Fraktionsvorsitzenden [Landtag von Mecklenburg-Vorpommern] Udo Pastörs aus dem Stadion (…) die Hansa-Fans auf der neu eröffneten Hintertortribüne hatten auf diese speziellen Gäste augenscheinlich gar keine Lust, so dass sie die NPD-Reisegruppe unter ‘Nazis raus’-Rufen aus ‘ihrem’ Block drängten. Einige Personen im Stadion meinten gar, die NPD sei regelrecht aus dem Stadion geprügelt worden (…)’” [ostfussball.com].
[ab]
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4 Antworten to FC Hansa Rostock: Hamburg und eben alle stehen auf
Jonas
August 24th, 2010 at 12:13
Kann mir nicht vorstellen, dass so eine Aktion von der aktiven Fanszene mitgetragen wird. Man hatte sich ja zuletzt ganz klar von politischen Tendenzen jeglicher Art distanziert. Das ist nur ein kläglicher Versuch des Vereins FC Hansa Rostock, sein schlechtes Image zu retten.
Bremer
August 24th, 2010 at 12:25
Politik ist mir egal … [Der Rest dieses Gastbeitrages in vorzugsweiser Fäkaliensprache wurde editiert by ostfussball.com]
Bremer
August 24th, 2010 at 12:50
Dann nochmal in stubenreinen Worten:
Das Vorurteil, Hansafans seien zum Großteil rechts ist ein Märchen. Der Anteil an sagen wir mal Multi-Kulti-Kritikern ist bei Hansa wohl sogar geringer als bei Schalke und Co.
Die Mehrheit ist unpolitisch.
Dass die St.Paulianer mehrheitlich aber keinen Hehl daraus machen, dass sie die Mauer gern zurück hätten (nur höher) und die “Ossis” verachten, ist keine Verallgemeinerung.
Das ist Tatsache bis auf wenige Ausnahmen. Darauf sind die sogar stolz. Nur darüber berichten die Medien ungern bis gar nicht.
Mit einem solchen Club etwas zusammen eine Aktion durchzuführen (und sie sie auch positiv) ist eine Ohrfeige für mich als Hansafan.
Ich hoffe, es bleibt eine einmalige Ausnahme Herr Beinlich, denn mit solchen Menschen wollen wir nichts zu tun haben!!!
Renate
August 24th, 2010 at 17:18
@Jonas – Absoluter Schwachsinn, was du schreibst … Wenn sich der Verein FC Hansa an einer solchen Kampagne beteiligt, so findet das in Rostock mit Sicherheit einen großen Zuspruch unter der Anhängerschaft. Die absolute Mehrheit der Hansa-Fans sind es Leid, als Nazis, Hools etc. abgestempelt zu werden, nur weil eine handvoll Idioten das Image des Vereins in der Vergangenheit in den Dreck gezogen haben. Dass der neue Vorstand sich dazu entschlossen hat, sich gegen “Rechts” zu engagieren, ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Unverbesserlichen ganz klar zu zeigen, was man von ihnen hält … nämlich nichts! Die Teilnahme an solch einer Aktion ist also absolut zu begrüßen und in keinster Weise nur als bloße Imagekampagne zu sehen.