FC Energie Cottbus: Für den Erhalt des Stadionnamens
Dezember 14, 2010 | In: 2. Bundesliga, FC Energie Cottbus, Fußballfans, Stadion-Infos, Ultras
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Die Verhandlungen über den Verkauf vom “Stadion der Freundschaft” durch die Stadt Cottbus an den FC Energie Cottbus sollen schon bald abgeschlossen sein. In diesem Monat werden dann die Stadtverordneten darüber in einer letzten Tagung abstimmen. Derzeit ist der brandenburgische Verein aus 2. Bundesliga bei seinen Heimspielen nur Gast im eigenen Stadion. Denn bisher wird alles vom Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus bewirtschaftet (ostfussball.com berichtete).

Faksimile: n24.de
Während sich beispielsweise Claus-Dieter Wollitz, Trainer des Energie Cottbus, für einen Verkauf der Namensrechte des Stadions der Freundschaft stark macht, laufen auch viele Anhänger des Lausitzer Vereins Sturm gegen diese neuen Vermarktungs-Pläne.
So lautet der Aufruf einer Online-Petition: “Stadion der Freundschaft für immer!”
Jeder kennt das “Stadion der Freundschaft”: Alt und Jung, Freund und Feind, Cottbuser oder nicht. Seit 60 Jahren ist das Stadion der Freundschaft ein Teil Cottbuser Identität. Dort wurde und wird Geschichte geschrieben. Dort treffen sich alle Schichten der Gesellschaft. Das Stadion der Freundschaft ist ein Ort der die gesamte Region verbindet. Darum fordern wir mit dieser Petition: Der Name “Stadion der Freundschaft” ist unantastbar. Die Unterzeichner verlangen dass der Verein “Energie Cottbus” dies in seinen Statuten verankert und somit den möglichen Verkauf des Stadionnamens an ein Unternehmen unmöglich macht. [Download als PDF]
Der Initiator informiert: Bitte sendet die ausgefüllten Bögen per Post an: Jens Petereins, Straße der Jugend 46, 03050 Cottbus oder gebt sie an den Heimspieltagen am Fancontainer ab. Diese Adresse findet man auch nach dem Download auf der PDF-Datei.
Das Stadion der Freundschaft trägt seit über 60 Jahren seinen Namen und verfügt über insgesamt 22.528 Plätze. Davon sind 10.949 überdachte Sitzplätze. Von den 11.425 Stehplätzen sind 7.795 ebenfalls überdacht. 154 Plätze im Rollstuhl- und Handicapbereich vervollständigen die Kapazität eines der engsten und damit stimmungsvollsten Bundesligastadien. [fc-energie.de]
Nach unseren Informationen steht ein Kaufpreis von zwei Millionen Euro im Raum. Wichtiges Geld, was – wie bei anderen Ostvereinen – dringend benötigt wird. Doch mit der Übernahme des Stadions durch den Verein kommen auch jährliche Kosten von etwa 620.000 Euro auf den neuen Eigentümer zu, was natürlich das finanzielle Ergebnis wieder drückt.
Zuletzt hatte der Drittligist SG Dynamo Dresden (SGD) bekannt gegeben, seine Heimspiele ab sofort im “Glücksgas-Stadion” an der Lennéstraße zu absolvieren. Dabei sorgte die Umbennenung teilweise für großen Unmut unter den Fans (ostfussball.com berichtete). Auch in Aue denkt man aktuell über einen Verkauf der Namensrechte des dortigen Stadions nach (ostfussball.com berichtete).
[ab]
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