Erzgebirge Aue: Verkauf des Stadionnamens steht bevor
November 4, 2010 | In: 2. Bundesliga, FC Erzgebirge Aue, Fußballfans, Stadion-Infos, Ultras
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“Wir sind bei den Gesprächen in einer heißen Phase”, so Präsident Bernd Keller. Der sächsische Verein möchte mit dem zusätzlichen Geld seine Verbindlichkeiten tilgen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga hatte Erzgebirge Aue jede Menge Geld gekostet und dem Verein eine aktuelle Finanzlücke beschert. Auf der letzten Mitgliederversammlung wurde bekannt, dass Aue Verbindlichkeiten in Höhe von 1,8 Millionen Euro hat. Man sollte aber an dieser Stelle betonen, dass es sich lediglich um Verbindlichkeiten und nicht um Schulden handelt, die bisher immer pünktlich beglichen wurden.
Nun erhofft sich der Verein zusätzlich jährliche Einnahmen von rund 500.000 Euro durch den Verkauf der Namensrechte des Erzgebirgsstadions an potenzielle Sponsoren. Das Stadion befindet sich zwar in der Hand des Landkreises, doch Unterstützung wurde bereits von zuständiger Seite signalisiert.
Foto: leidenschaft-stadion.de
Ob dieses Vorhaben auch von der aktiven Fanszene und gerade von den Ultras getragen wird, scheint jedoch sehr fraglich. Eine Kommerzialisierung dieser Art wird meistens negativ beim eigenen Publikum aufgenommen und erfahrungsgemäß strikt abgelehnt. Doch davon will man in der Chefetage der “Lila-Weißen” nichts hören. “Wir arbeiten schon seit über einem halben Jahr daran. Wir stehen allen Interessenten offen für Gespräche”, so der Vorstandschef Günther Großmann.
Sportlich läuft derzeit alles rund für die “Veilchen”, mit dem zweiten Tabellenplatz der 2. Bundesliga steht man aktuell gar auf einem Aufstiegsplatz zur höchsten Spielklasse in Deutschland.
[ab]
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7 Antworten to Erzgebirge Aue: Verkauf des Stadionnamens steht bevor
Hosenmaster
November 4th, 2010 at 21:45
Es gibt keinen Unterschied zwischen Schulden und Verbindlichkeiten.
Beides sind Bezeichnungen für Fremdkapital.
admin
November 5th, 2010 at 07:50
Im Prinzip hast du schon recht. Aber man redet von Verbindlichkeiten, wenn man Schulden hat, deren Abtragung aber durch Finanzierungen gesichert ist oder man entsprechende Gegenwerte hat. Schulden sagt man eher, wenn man nicht weiß, wie man sie eigentlich begleichen kann. Von daher ist der Ausdruck im obigen Beitrag schon recht gut gewählt.
Jasper
November 5th, 2010 at 08:55
Schulden = lang-, mittelfristig
Verbindlichkeiten = kurzfristig
Ansonsten ist der Inhalt gleich!
Peter Stocker from S.
November 5th, 2010 at 13:27
Auch ein Stadionname gehört zur Tradition eines Vereins.
Ein Verkauf desselben würde zeigen: jeder Verein würde alles tun, um an etwas Kohle zu kommen. Da sind die Clubs, die sich auf ihre Tradition berufen eben auch nicht anders als die sog. Retortenclubs.
Nils
Dezember 7th, 2010 at 16:46
Das ist doch alles Firlefanz. Aue braucht Kohle und fertig. Wenn die Fans gegen eine Stadionumbenennung sind, dann müssen sie eben im Gegenzug bereit sein, zu erwartende Einnahmen in Höhe von 500.000 € p.a. mit Hilfe von höheren Eintrittspreisen zu kompensieren. Klarer Fall: 17 Heimspiele mit 10.000 Besuchern = Erhöhung der Ticketpreis um 3 € je Spiel oder ein bekanntes Unternehmen zahlt jedes Jahr 500.000 € für die Namensrechte. Ist doch ein guter Deal und hat mal gar nichts mit Retortenclub, Kommerzionalisierung oder gar Tradition zu tun. Fakt ist, dass es mal obergeil ist, einen Ostverein so Fussball spielen zu sehen und der Gedanke, dass für Aue ein Aufstieg in die 1. Bundesliga gerade mal echt viel näher als ein Abstiegskampf in die 3. Liga ist, macht Appetit auf mehr.
MP
Dezember 7th, 2010 at 17:16
@nils: uneingeschränkte zustimmung zu deinen zeilen und deiner meinung!!!
doch nun stell dir mal vor, der verein würde 3,00 EURO pro spiel mehr kassieren wollen? na dann ist “polen offen” bei den zuschauern. tja, wollen ja viele nicht hören, aber betriebswirtschaftliche kennzahlen gehören zum profi-fußball … daher auch der begriff “profi” …
[ab]
März 15th, 2011 at 12:08
Künftig soll die Heimstätte der “Veilchen” als “Sparkasse-Erzgebirgsstadion” firmieren. Auf welchen Zeitraum der Vertrag angelegt ist, ist noch offen. Immerhin wird die Namensgebung dem Verein rund eine halbe Million Euro einbringen. Zwar wurde der Deal von den Auern noch nicht bestätigt, dennoch ließ FCE-Präsident Bernd Keller schon einmal durchblicken: “Warten Sie den Mittwoch ab”. Einen Stadionsponsor sucht Aue seit einem Jahr. Die Entscheidung fiel auf einen Geldgeber, der schon seit geraumer Zeit mit dem Klub zusammenarbeitet. Um den Fans nicht ganz die Vertrautheit ihrer Pilgerstätte zu nehmen, wurde schließlich die Variante mit der ergänzenden Bezeichnung “Erzgebirgsstadion” gewählt.