[EM 12] Sachsen, Amtshilfe, Hooligans?

Juni 11, 2012 | In: Fußballfans, Hooligans, Nationalmannschaft, Ultras


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Wie die Sächsische Zeitung am 11. Juni berichtete, habe – wohl im Zusammenhang mit der gerade begonnenen UEFA EURO 2012 – der Co-Ausrichter Polen die sächsischen Behörden “um Unterstützung im Kampf gegen Hooligangewalt gebeten”. So sei von der polnischen Polizei ein Ersuchen zur Übermittlung von relevanten Personendaten an die entsprechenden sächsischen Dienststellen gerichtet worden.

Aus einer Antwort des Innenministeriums des Freistaates auf eine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen geht hervor, dass Sachsens Polizeidirektionen bis Ende Mai dieses Jahres Angaben zu 126 Personen zusammengetragen haben, die in der Vergangenheit durch wie auch immer geartete Störungen von Fußballspielen auffällig geworden sind. Offiziell gelten rund 300 Anhänger von Fußballvereinen in Sachsen – so die Sächsische Zeitung – als gewalttätig.

(Freie Fahrt? - Foto: Ostfussball.com)

Die angeblich aktuell erhobenen Datensätze seien zunächst an die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) übermittelt worden. Gegenwärtig prüfe Sachsens Polizei allerdings, “ob weitere Personendaten übergeben werden sollen”, so jedenfalls die Sächsische Zeitung, ohne Umfang und Adressaten für den Datentransfer weiter zu benennen.

[om]


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1 Antwort to [EM 12] Sachsen, Amtshilfe, Hooligans?

[om]

Juni 13th, 2012 at 15:43

Nachgelesen -

(…) Um die Gefahr von Ausschreitungen am Rande der Fußball-Europameisterschaft zu verringern, haben die deutschen Sicherheitsbehörden rund 100 “Problemfans” mit einem faktischen EM-Verbot belegt. Sie erhielten Meldeauflagen oder Einträge in ihre Pässe, die sie an der Ausreise nach Polen oder in die Ukraine hindern sollen (…)

Wie Polizeioberrätin Katja Kruse, die Chefin einer 30köpfigen deutschen Polizeidelegation in den EM-Austragungsorten, weiter berichtete, haben Polizeibeamte auch rund 1.000 gewaltbereite Fans aufgesucht und mit ihnen sogenannte “Gefährderansprachen” durchgeführt, sie also dringend davor gewarnt, sich während der EM nicht daneben zu benehmen. “Die Zahlen wachsen noch an”, sagte Kruse.

“In Sachsen sind bisher keine Fans betroffen”, sagte Lothar Hofner, Sprecher des Innenministeriums in Dresden. Die Szene werde aber weiter beobachtet und in den kommenden Tagen seien auch im Freistaat Hausbesuche durch die Beamten denkbar. “Bei den Ansprachen wollen wir den Fans sagen: Wir haben Dich im Blick”, so Hofner.

Auch in Sachsen seien Hooligans der sogenannten Kategorie C aktiv. Laut Hofner fallen diese gewaltbereiten Anhänger aber eher bei Spielen von regionalen Fußballklubs auf, bei großen Turnieren mit Nationalmannschaften agieren sie selten (…)

Neben den traditionell guten Kontakten hat die Bundespolizei die Kommunikation mit der polnischen Polizei vor der EM weiter intensiviert (…)

| lvz-online.de | 5. Juni 2012 | 12:18 |

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