Eigene Ostliga – Rettung der Tradition?

März 12, 2010 | In: Blog-Ostalgie, Rezensionen


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Bezugnehmend auf das Thema Insolvenzverfahren des FSV Zwickau keimte der Gedanke zu einem etwas futuristisch angehauchten Resümee hinsichtlich der möglichen Rettung des größtenteils durchweg dahinsiechenden und fast täglich weiter sterbenden Ostfußballs.

War es früher das Baumsterben, so bewegen uns heute die ständigen Meldungen über das Sterben unserer ostdeutschen Tradionsvereine. In Leipzig gibt es ja nun einen Verein mit dem Namen RB Leipzig (Red Bull oder getarnt als RasenBallsport): “Dieser ‘Verein’ wird zum Leuchtturm des Ostens aufgemotzt und ist damit der Vorläufer neben Hoffenheim für einen völlig durchkommerzialisierten Fußball”. Ein wahrlich umstrittenes Modell, welches zwar durchaus langfristigen Avancement auf nationaler Ebene verspricht, jedoch von den stark traditionsbewussten Fußballfans im Osten Deutschlands mit lautstarker öffentlicher Bekundung fast durchweg abgelehnt wird. Deshalb sollte auch unbedingt nach weiteren Alternativen gesucht werden.

Eine eventuell recht gute Möglichkeit wäre die Abspaltung von den eingefahrenen Strukturen der amtierenden Fußball-Verbände und die Bildung von Interessengemeinschaften bis hin zu einem eigenen Verband und Liga-Betrieb: “Die Gründung eines eigenen Verbandes sowie einer eigenen Liga (vielleicht auch zwei) sind dabei keine neuen Ideen, sondern geistern schon einige Zeit durch die Köpfe verschiedener Leute hier im Osten. Eine Abspaltung von den alten Strukturen ist dabei wichtigste Voraussetzung, zum NOFV habe ich dabei momentan sehr wenig Vertrauen, obwohl es durchaus möglich sein könnte. Das Potential so einer eigenen Ostliga wäre schon beachtlich, regelmäßig volle Stadien bei Immer-Ostderbys wären ein Garant auch endlich finanzkräftige Sponsoren an Land zu ziehen. Die Wirtschaftlichkeit der Ostvereine wäre deutlich höher und die Aussichten im Vergleich zum jetzigen Modell phantastisch!”

Das Ganze wäre sozusagen auch ein gewaltiger Umschwung in gesellschaftlichen Ebenen und Strukturen. Dass es dafür kaum medial positive Publicity geben würde, sollte dabei jedem im Vorfeld klar sein.

Sicherlich würde niemand von den alten Herrschaften aus den Chefetagen beim DFB oder der DFL solch einem Treatment eine lange Überlebenschance geben. Viel zu fest sitzen diese Funktionäre mit sattem Gehalt auf ihrem goldenen Thron im nationalen Fußball-Olymp, im Auftrag des so genannten ‘Modernen Fußballs’. Und die bunten Presse-Blätter würden solche verrückten Offerten wohl in altbewährten Manier umgehend in den Lokus schreiben.

Doch genau darin könnte auch die Chance bestehen, noch mehr sportbegeisterte Menschen zur aktiven Unterstützung an solchen “Gehirngespinsten” zu animieren. Und ich kann mir vorstellen, dass sehr viele unentschlossene Fußballbegeisterte gerade im Osten der Republik durch ihre soziale Ordination den Gedankenansatz verstehen sowie relativ schnell aufnehmen würden. Im Osten ticken die Uhren bekanntlich anders – und das soll ruhig auch bitte schön so bleiben. [ab]


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5 Antworten to Eigene Ostliga – Rettung der Tradition?

Emmi

März 12th, 2010 at 21:11

Is das ne Satire!?

admin

März 13th, 2010 at 08:42

Niemand von unserem Team würde sich erlauben, bei so einem ernsten Thema eine Satire daraus zu machen! Da wir nur ein Blog sind, können wir auch mal ein paar Gedanken veröffentlichen. Und das liegt wiederum einfach daran, weil wir nicht an der Pressefreiheit-Demenz der Boulevardmagazine da draußen leiden.

Aktivitäten gegen den modernen Fußball | rotebrauseblogger

März 16th, 2010 at 08:52

[...] Ostfussball.com schlägt man vor, dass ostdeutsche Traditionsclubs in einer eigenen Liga spielen sollen. In dieser eigenen, von den klassischen Fußballverbänden unabhängigen Liga, sollen die [...]

Dereine

April 1st, 2010 at 03:29

Ich wär’ sofort dabei. Genial: Lok – Hansa, HFC – FCM, Chemie – Union und das alles in einer Liga, einer obersten Liga.
Wie soll die Liga und/oder der Verband/Zusammenschluss den heißen?
Neuer Deutscher Fußballverband ?
Verband Ostdeutscher Fußballvereine ?
Vielleicht könnte man dann so ganz nebenbei auch wieder die FUWO zu neuem Leben erwecken.
Auch ich meine es ernst.
Vielleicht gibt es dann in Thale irgendwann mal wieder Stahl – Zwickau. Geil!

Mario

April 1st, 2010 at 22:56

Provokativer Vorschlag. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, dem ausblutenden Ost-Fußball auf die Beine zu helfen.
Praktisch wird das aber niemals umsetzbar sein. Da müsste der DFB schon mitspielen und das wird nie passieren.

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