Der Ostfussball im Fokus der Presse # 90

August 25, 2011 | In: 2. Bundesliga, 3. Liga, Chemnitzer FC, FC Carl Zeiss Jena, FC Energie Cottbus, FC Hansa Rostock, FC Rot-Weiß Erfurt, Hooligans, Presse-Fokus, SG Dynamo Dresden, Spieler-Infos, SV Babelsberg 03, Trainer-Infos


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Einige Schlagzeilen zu Vereinen aus unserer Region auf einen Blick -

FC Carl Zeiss Jena: (…) Der FC Carl Zeiss Jena hat auf den schlechten Saisonstart reagiert und zwei Offensivkräfte unter Vertrag genommen. Björn Lindemann und Shlomi Edri kommen ablösefrei zum FCC und unterschrieben beide einen Einjahresvertrag. Lindemann war zuletzt für den VfL Osnabrück aktiv (…) Mittelstürmer Shlomi Edri kommt von Hapoel Ramat Gan FC (Israel) (…) [Jena holt Björn Lindemann und Shlomi Edri -> liga3-online.de, 25. August 2011, 13:57]

SG Dynamo Dresden: (…) Noch sechs Tage hat Dynamo Dresden Zeit, um nach Pavel Fort, Cidimar und zuletzt Mickael Poté noch einen vierten Angreifer zu verpflichten. Dass noch ein weiterer Stürmer kommen soll, hat Trainer Ralf Loose mehrfach betont, wobei sich die Suche weiterhin als schwierig erweist.

(…) Extra für den 22-Jährigen [Dani Schahin] hatte Trainer Loose Informationen des “Kicker” zufolge bislang die Trikotnummer zehn reserviert, doch die Tatsache, dass dieses Leibchen künftig nun Poté tragen wird, zeigt, dass Dynamo nicht mehr mit Schahin rechnet.

Während der Wunschkandidat von Fürth keine Freigabe erhält, ist ein anderer zuletzt mit Dynamo in Verbindung gebrachter Angreifer dagegen kein Thema. Sportdirektor Steffen Menze dementierte via “Kicker” ein Interesse an Halil Savran, der beim 1. FC Union Berlin momentan nicht zum Zug kommt. [Dynamo Dresden: Keine Hoffnung mehr auf Schahin - Savran kein Thema -> liga-zwei.de, 25. August 2011, 07:46]

FC Hansa Rostock: (…) Beim FC Torlos Rostock sind die Sorgen im Angriff noch einmal gewachsen. Nach drei Nullnummern in Folge pfeifen die Hanseaten im Sturm nun auch noch personell auf dem letzten Loch. Marek Mintal ist seit vier Wochen verletzt. Am Mittwoch [24. August] konnten sowohl Tino Semmer (Wadenprellung) als auch Marcel Schied (Schlag auf den Spann) erneut nicht mittrainieren. Ihr Einsatz im Spiel beim FC Ingolstadt ist fraglich (…) Vom aussortierten fünften Stürmer Radovan Vujanovic war (…) übrigens gar keine Rede … [Hansa-Sturm pfeift auf dem letzten Loch -> ostsee-zeitung.de, 25. August 2011, 06:00]

Hooligans Elbflorenz: (…) Fünf Männer stehen seit Mittwoch [24. August] unter anderem wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Gericht. Die Gruppierung soll besonders für gewalttätige Randale bei Auswärtsspielen von Dynamo Dresden verantwortlich sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, die “Hooligans Elbflorenz” gegründet und zahlreiche Gewalttaten in Zusammenhang mit Fußballspielen von Dynamo Dresden angezettelt zu haben.  Die Gruppierung soll besonders für gewalttätige Randale bei Auswärtsspielen von Dynamo verantwortlich sein. Ein Angeklagter stand bereits im Sommer 2009 als “Organisator” der EM-Krawalle von 2008 vor Gericht und wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, die er inzwischen verbüßt hat. Für den Mammut-Prozess sind 30 Verhandlungstage angesetzt. Zum Prozessauftakt wurde die Anklage noch nicht verlesen, weil die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen die Staatsschutzkammer wegen “unrechtmäßiger Besetzung” gestellt hatte (…) [Prozess gegen '"Hooligans Elbflorenz"' vor dem Landgericht Dresden -> dresden-fernsehen.de, 24. August 2011, 17:03]

(…) Vorrangiges Ziel der Gruppierung sei es allerdings gewesen, sich überwiegend bei Spielen des Fußballclubs Dynamo Dresden mit Hooligans der gegnerischen Vereine zu Schlägereien ohne Regeln zu treffen. Die Prügeleien in den Jahren 2008 und 2009 seien darauf ausgerichtet gewesen, ohne Rücksicht auf die Gesundheit zu kämpfen, sagte [Staatsanwalt] Wagner. Anreise, Kleidung und Auftreten seien detailliert geplant worden.

Unter anderem hätten sich die Mitglieder der “Hooligans Elbflorenz” mit Mitgliedern der Gruppierung “Brigade Nassau 9″» aus dem Raum Frankfurt am Main getroffen. Bei den Auseinandersetzungen soll einer der Gegner zu Boden gestreckt und minutenlang blutend liegend gelassen worden sein. Der Mann habe mehrere Knochenbrüche im Gesicht erlitten, sagte der Staatsanwalt.

Einer der Anwälte erklärte, bei den verabredeten Schlägereien der Hooligans handele es sich nicht um Straftaten. Es sei lediglich eine “ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung”, sagte Rechtsanwalt Rolf Franek. Die Gruppierung sei daher auch keine kriminelle Vereinigung (…)

(…) Auch das Gericht stellte fest, dass einige Punkte der Anklage “hoch problematisch” seien. Ob es sich bei den “Hooligans Elbflorenz” um eine kriminelle Vereinigung handele, müsse im Prozess geprüft werden. Mit dem Tatvorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung bei verabredeten Hooligan-Schlägereien betrete das Gericht Neuland, sagte Richter Lames. Ein Urteil wird kurz vor Weihnachten erwartet. [Dresden - Hooligans schweigen zu Angriffen auf türkische Lokale -> mz-web.de, 24. August 2011, 19:12]

(…) “Der Junge liegt auf der Intensivstation mit Kieferjochbein- und Augenhöhlenbruch.” “Wir hatten auch schon so einen Fall, ist nach zwei Wochen ausgeheilt.” Solche und ähnliche SMS tauschten sich Frankfurter und Dresdner Hooligans im Oktober 2009 nach einer wüsten Schlägerei in hessischen Wildeck-Obersuhl aus. Kurznachrichten von jungen Männern, die ganz selbstverständlich und trocken zertrümmerte Knochen und lebensbedrohliche Verletzungen kommentierten, ohne das eigene Handeln zu hinterfragen oder Reue zu zeigen. Die Dresdner gehörten zu den “Hooligans Elbflorenz” – eine der extremsten und brutalsten Schlägertruppen in ganz Deutschland (…)

Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Zweck von organisierten Schlägereien bei Fußballspielen vorgeworfen, daneben Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung. Dabei bezieht sich die Staatsanwaltschaft auf sieben konkrete Fälle, wobei es bei zwei Schlägereien Schwerverletzte gab und bei einer dritten zumindest der Versuch von gefährlicher Körperverletzung. Alles spielte sich 2009 ab.

Zwei verabredete Prügelorgien, im Mai 2009 mit gewaltbereiten Fans vom Fußballclub Erzgebirge Aue sowie im August des selben Jahres mit Hooligans des FC Nürnberg, konnten durch die Polizeipräsenz verhindert werden. Zwei weitere angekündigte Aufmärsche von verfeindeten Hooligans im September 2009 verliefen ebenfalls im Sande. So hatten sich die Dresdner Schläger in Tschechien mit russischen Hooligans prügeln wollen. Eine Auseinandersetzung Anfang November 2009 in Jena forderte einen Verletzten, eine weitere Schlägerei mit Radikalen von Lok Leipzig verlief dagegen “relativ” unblutig. Und dann bleibt noch die Begegnung der Frankfurter Hooligans “Brigade Nassau 96″ mit den Schlägern aus Elbflorenz im Oktober, die beinahe ein Leben kostete. Gerade die dort im Nachgang verschickten SMS bezeugten, dass die Hooligan-Gruppen bewusst und willig aufeinander losgeschlagen hatten (…)

Nach Aussage der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den “Hooligans Elbflorenz” um eine straff und regelrecht militärisch durchorganisierte Gruppierung. Ihr Ziel sei es, gemeinsam schwere Straftaten zu begehen, die sich nicht mehr nur auf das Umfeld von Fußballspielen konzentrieren (…) [Landgericht Dresden verhandelt über "Hooligans Elbflorenz" -> dnn-online.de, 25. August 2011, 10:28]

(…) Der übergeordnete Zweck der Gruppierung soll darin bestanden haben, “erprobtes Personal” für die legalen Sicherheitsdienste des Rädelsführers der Vereinigung zu rekrutieren.

Dieser Chef ist laut Anklage ein 35-jähriger Versicherungsmakler aus Pirna, verheiratet, ein Kind (…) Die Anklage wirft ihm zudem vor, versucht zu haben, im Raum Löbau ein Sicherheitsunternehmen mit seinen Leuten “abzulösen”. Neben dem Rädelsführer sitzt sein mutmaßlicher Stellvertreter, ein 34-jähriger Dresdner (…) Die beiden führten auch die Untergruppe der “Althools” an, so Wagner.

Die Jüngeren – “Jungsturm” genannt – wurden vom Mitangeklagten Willi K. (24) geführt. Als einziger hat er bereits zweieinhalb Jahren wegen schweren Landfriedensbruchs gesessen und ist erst seit Juni wieder auf freiem Fuß. In seinem ersten Prozess im März 2009 hatte er gestanden, zu Überfällen auf vier Dönerläden in der Neustadt aufgerufen zu haben (…)

Die Verteidiger bestreiten, dass sich ihre Mandanten schuldig gemacht haben. Der Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung sei eine “strafprozessuale Wundertüte”, die Ermittlern etwa Telefonüberwachungen erlaube. Schlägereien unter Hooligans seien aber nicht strafbar, da die gegnerischen Gruppen einvernehmlich gehandelt hätten. “Allein im Boxsport hat es seit 1990 rund 180 Tote gegeben”, sagt Willi K.s Anwalt Rolf Franek.

Für den Prozess sind bis Ende des Jahres 31 Verhandlungstage vorgesehen. Das zeigt, dass das Gericht vor einer aufwendigen Beweisaufnahme steht. Die Frage ist tatsächlich, was da einmal herauskommen kann. Als die Verfahren nach einer Großrazzia Ende 2009 bekannt wurden, klangen die Vorwürfe weit gravierender. Zurzeit laufen noch Ermittlungsverfahren gegen 24 weitere Beschuldigte der “Hooligans Elbflorenz”. [Hooligan-Maskerade vor Gericht -> Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 25. August 2011]

SV Babelsberg 03: (…) Der SV Babelsberg 03 hat Sergej Evljuskin vom FC Hansa Rostock ausgeliehen. Der Mittelfeldspieler soll zunächst für ein Jahr in Babelsberg bleiben. In Rostock hat Evljuskin noch einen Vertrag bis 2014 (…) [Evljuskin wird ein "Nulldreier" -> kicker.de, 24. August 2011, 15:44]

FC Rot-Weiß Erfurt: (…) Die von Rot-Weiß-Kapitän Rudi Zedi geforderte Aussprache innerhalb der Mannschaft fand am Dienstag [23. August] statt und stieß auf breite Zustimmung.

“Es ist immer gut, wenn Dinge offen angesprochen werden”, sagte der zum fünfköpfigen Spielerrat gehörende Andreas Sponsel. Auch Trainer Stefan Emmerling gefiel es, dass sich das Team nach der Vormittagseinheit zusammensetzte und Klartext redete. “So können sich Kleinigkeiten gar nicht erst aufbauschen.” Er selbst sei von Zedi darüber infomiert worden und hat dem Routinier seine “volle Unterstützung” zugesichert.

Der Kapitän hatte (…) fehlenden Teamgeist bemängelt und vor allem den jungen Mitspielern vorgeworfen, sich nichts sagen zu lassen. Kritik, die ihre Wirkung anscheinend nicht verfehlt hat. “Es war ein wichtiges Gespräch und der richtige Zeitpunkt dafür”, sagte Zedi. Details wollte er genauso wenig preisgeben wie seine Kollegen. Nur so viel: “Jeder hat sich eingebracht. Und wir haben noch einmal den gemeinsamen Weg aufgezeigt.” (…) [Rot-Weiß Erfurt geht gestärkt aus Mannschaftssitzung -> otz.de, 24. August 2011]

FC Energie Cottbus: (…) Für den Erfolg beißt Claus-Dieter Wollitz mächtig auf die Zähne derzeit in Cottbus. Beim Fußball-Zweitligisten hält seit Tagen nicht nur das sommerliche, sondern auch das sportliche Hoch an: Vier Siege aus fünf Spielen, das ist mehr als die meisten erwartet haben in der Lausitz – aber der Trainer klagt. Manchmal über die Leistung seiner Männer, am meisten allerdings über seinen Rücken.

Wollitz plagt ein Bandscheibenvorfall, einer Operation geht er aus dem Weg, lässt sich lieber fitspritzen, um wie gewohnt an der Seitenlinie herumzutoben. Entgegen mancher Befürchtung hat sich der FC Energie nach fünf Spieltagen auf Tabellenplatz drei eingenistet und die Horrorvisionen einiger Anhänger erst einmal verdrängt, dass nach dem Stürmerausverkauf (…) dem Verein ein schweres Jahr droht (…)

Damit der dritte Tabellenplatz nicht nur eine schöne Momentaufnahme bleibt, könnte Präsident Ulrich Lepsch in den folgenden acht Tagen noch einmal tätig werden. Die nächsten Aufgaben – Derby in Aue am Montag[29. August], Eintracht Frankfurt, Braunschweig, Fortuna Düsseldorf – werden auf jeden Fall kein Spaziergang. [Schmerzvoller Höhenflug in Cottbus -> moz.de, 23. August 2011, 14:19]

Chemnitzer FC: (…) Um sich bis zum Ende der Transferperiode noch einmal personell zu verstärken, haben die Chemnitzer noch neun Tage Zeit. Ob es klappt, scheint ungewisser denn je. “Es kann nur ein Spieler sein, der uns wirklich weiter hilft”, sagte Präsident Mathias Hänel. Seiner Meinung nach müsse es “eine Punktlandung” sein. Finanzielle Zwänge würden nicht die wichtigste Rolle spielen. Doch die Zeit drängt und das Angebot auf dem Spielermarkt wird immer überschaubarer. Übrigens hat Kevin Wölk für den SV Darmstadt (…) bereits seinen zweiten Saisontreffer gelandet. Der 26-Jährige wurde vor zwei Wochen nach einem Probetraining beim CFC wieder weggeschickt. [CFC rennt seinen eigenen Ansprüchen weiterhin hinterher -> freiepresse.de, 22. August 2011]


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