Kategorie-Archiv: Sachsen – Landespokal

LVZ-Fußballkrieg: Offene Fragen

Die Begegnung in der 3. Hauptrunde im diessaisonalen Wernesgrüner Pokal-Sachsen zwischen 1. FC Lokomotive Leipzig und RasenBallsport Leipzig endete am 12. Oktober mit einem 0:2 auf dem Rasen des Zentralstadions – ein friedliches Fußballfest (Ostfussball.com berichtete). Aber offenbar nicht überall in Leipzig war es an diesem Tag gleichermaßen friedfertig, und sei dem nur an der einen oder anderen Tastatur elektronischer Geräte in öffentlich verantwortlichen Bereichen der Stadt so gewesen sein.

Für zirka zwei Stunden war auf dem Online-Portal der Leipziger Volkszeitung (LVZ) realtiv umfassend und auch detailliert von “Ausschreitungen während des Leipzig-Derbys” zu lesen (Ostfussball.com dokumentierte).

“(…) Während des Pokalspiels zwischen Lok und RB Leipzig (…) ist es nach Polizeiangaben zu Ausschreitungen gekommen. Gegen 16 Uhr – also mit Beginn der zweiten Halbzeit des Derbys – habe es außerhalb des Stadions eine Auseinandersetzung zwischen den Fan-Lagern gegeben. Etwa 500 Lok-Anhänger griffen demnach im Bereich des Parkplatzes Friedrich-Ebert-Straße auch den Ordnungsdienst an. Als die Polizei einschritt, warfen die Randalierer Steine und Flaschen nach den Beamten, schlugen und traten sie.

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde zunächst versucht, die Situation mit Lautsprecherdurchsagen zu beruhigen. Nachdem dies erfolglos blieb, setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer und Hunde ein. Den Angaben zufolge wurden die Angreifer so in Richtung Waldplatz abgedrängt und der Parkplatz gegen 16.25 Uhr geräumt. Die Polizisten nahmen elf Personen vorläufig fest und leiteten zahlreiche Ermittlungsverfahren ein. Insgesamt wurden offenbar fünf Polizeifahrzeuge durch Steinwürfe beschädigt, die Beamten wurden nicht verletzt (…)” [© LVZ-Online].

Die geneigte LVZ-Leserschar mag sich zuerst das eine und dann das andere Auge gerieben, umgehend vielleicht Bekannte in der Stadt auf medialen Wegen dringend vor den bürgerkriegsähnlichen Zuständen gewarnt, sich dann aber beide Augen gleichzeitig gerieben haben, denn LVZ-Online.de zog blank und verlautbarte, lediglich “eine fehlerhafte Pressemitteilung der Polizei” habe “für Verwirrung” gesorgt.

(Screenshot: Polizeidirektion Leipzig)

Resümierend könnte der LVZ allerdings auch unterstellt werden: Kleinen journalistischen Blitzkrieg geführt, Vorurteile ausgelebt, Fußballmob wunschdenkend gedisst, ‘Schwarzen Peter’ verteilt, Hände in Unschuld gewaschen, Pressekodex wieder aus der Schublade hervor geholt – fert’sch, wie zuweilen noch sächsisch gesagt wird.

Hernach die imaginären Wasserwerfersprühnebel verzogen und die virtuellen Lautsprecherdurchsagen verklungen sind, bleiben allerdings Fragen. Und diese öffentlich zu stellen, nimmt sich Ostfussball.com die Freiheit.

Sehr geehrte Damen und Herren in der Sportredaktion der LVZ,

nach dem unser telefonischer Kontaktversuch am heutigen Nachmittag – Ihrerseits ein wenig unüblich mit der Bitte auf eine schriftliche Anfrage verweisend – nicht zustand kam, erlauben wir uns, Ihnen auf eben diesem Weg folgende Fragen zu stellen –

Rund um das Sachsenpokalspiel zwischen Lok Leipzig und RasenBallsport Leipzig am 12. Oktober dieses Jahres wurde durch LVZ-Online.de vorübergehend in einem nicht gerade kurzen Artikel von “Ausschreitungen während des Leipzig-Derbys” berichtet (Screenshot @ Ostfussball.com). Mit der Terminierung von 20:08 Uhr war dann einige Zeit später bei LVZ-Online.de zu lesen: “(…) Nach der Begegnung sorgte eine fehlerhafte Pressemitteilung der Polizei für Verwirrung. Anders als darin mitgeteilt, kam es während des Spiels nicht zu Ausschreitungen (…)”.

AD 1: Besteht Ihrer Auffassung nach die Möglichkeit, dass – so wie von Ihnen dargestellt – eine gut halbstündige gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Fußballfans und der Polizei unter Einsatz von Wasserwerfen [etc pp.] im Stadtbereich von Leipzig für andere Medien/Nachrichtenagenturen unbemerkt bleiben könnte?

AD 2: Gab es entsprechende Rückfragen Ihrerseits an den Führungsstab der polizeilichen Einsatzkräfte beziehungsweise Kolleginnen oder Kollegen Ihrer Redaktion am Ort des Geschehens?

AD 3: Welchen Wortlaut hatte die von Ihnen als Entschuldigung angeführte Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig?

AD 4: Wann und auf welchem Weg hat Ihre Redaktion besagte Pressemitteilung erreicht?

In Erwartung Ihrer baldigen Antworten …

Eine vorab via E-Mail an die Leipziger Polizeibehörde gestellte Anfrage, ob die Darstellung der LVZ hinsichtlich ‘einer fehlerhaften Pressemitteilung’ bei der Berichterstattung rund um die Pokalpartie 1. FC Lok Leipzig vs. RasenBallsport Leipzig so bestätigt werden könnte, blieb bis zum heutigen Nachmittag unbeantwortet. Ab 16:30 Uhr war in der Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig beziehungsweise jemand dort in der Angelegenheit Kundiger nicht mehr zu erreichen.

Sei’s drum, die Fragen bleiben, wir warten …

[om]

(…) Manche führen, manche folgen –
Böse Miene, gutes Spiel (…)

Wenn Ihr keine Antwort wisst –
Richtig ist, was richtig ist (…)

[Rammstein]

— Update 16. Oktober 2013 (17:15 Uhr) —

Wenn wir einmal die leichte Polemik eines Teils unserer Anfragen an die Leipziger Volkszeitung ein wenig außen vor lassen, ergibt sich nach Antworten aus der dortigen Sportredaktion – nicht aus der Online-Redaktion – mittlerweile ein noch nicht vollendetes Puzzle.

  • Der Ressortleiter Sport, Winfried Wächter, war am 12. Oktober selbst vor Ort und kann sich “nicht vorstellen, dass eine solche Auseinandersetzung in Stadionnähe unbemerkt geblieben wäre”.
  • Da die Leipziger Volkszeitung an Sonntagen nicht mit einer Print-Ausgabe erscheint, wurde “auch erst am Sonntag mit der Polizei Kontakt aufgenommen”. Da nach Kenntnis des Ressortleiters Sport nichts passiert war, sah dieser “auch keinen Grund, anders zu verfahren. Unsere Online-Kollegen werden sicher anders verfahren sein.”
  • Die Polizeidirektion Leipzig allerdings hat wohl eine E-Mail mit folgendem Wortlaut versandt –
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    anbei die Korrektur unserer PM, da fälschlicherweise eine zweite Seite mit veröffentlicht wurde.
    Wir bitten um Entschuldigung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Pressestelle
  • Der bereinigt korrigierte Inhalt der Pressemitteilung (Screenshot @ Ostfussball.com) wurde in der Montagausgabe der LVZ veröffentlicht.
  • Uwe Voigt, Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig, reagierte auf eine ganz eigene Art – “… ich bitte Sie die Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig zu Ihrer Anfrage zurückzurufen, ehe ich ellenlange Texte schreibe!!!” – Chapeau! Und ellenlang erfolgloses Telefonläuten ohne Wasserwerferrauschen in der offenen Warteschleife der Leipziger Polizeidirektion …

Wann und an wen besagte Polizei-E-Mail gesendet wurde und welchen Inhalt die ominöse ‘fälschlicherweise veröffentlichte zweite Seite’ gehabt hat, ist mithin nach wie vor offen. Genau wie gleichfalls weiterhin im Nebel liegt, wie die Online-Kollegen der LVZ letztendlich zu ihrem großen Auftritt gekommen sind.

[om]

— Update 16. Oktober 2013 (21:24 Uhr) —

Sehr geehrter Herr Pressesprecher Uwe Voigt,

zur Berichterstattung rund um das Sachsenpokalspiel 1. FC Lok Leipzig gegen RasenBallsport Leipzig am 12. Oktober nicht ellenlang, sondern kurz gefragt:

1. Stimmt es, dass die Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig im bezüglichen Zusammenhang an Medien eine E-Mail mit folgendem Inhalt verschickte? – “(…) anbei die Korrektur unserer PM, da fälschlicherweise eine zweite Seite mit veröffentlicht wurde. Wir bitten um Entschuldigung (…)”

2. Wenn Ja: Wann wurde diese E-Mail versandt?

3. Wenn Ja: Wurde diese E-Mail lediglich an die LVZ-Sportredaktion beziehungsweise die LVZ-Online-Redaktion verschickt oder auch darüber hinaus verbreitet?

4. Wenn Ja: Welchen Inhalt hatte die ‘fälschlicherweise veröffentlichte zweite Seite’ der Pressemitteilung?

5. Wenn Ja: Auf welcher Grundlage wurde die ‘fälschlicherweise veröffentlichte zweite Seite’ erstellt?

6. Wenn Ja: Wer zeichnet für den Inhalt der ‘fälschlicherweise veröffentlichten zweiten Seite’ verantwortlich?

7. Welcher Pressesprecher beziehunsgweise Medienbeauftragte der Polizeidirektion Leipzig war während der Absicherung der Fußballveranstaltung vor Ort?

Doch nicht ganz so kurz geworden, mea culpa, aber so ellenlang brauchen Sie ja nicht antworten.

In Erwartung …

… und mit freundlichen Grüßen …

LVZ-Fußballkrieg vs. friedliches Fußballfest

Erneut veröffentlichte die Leipziger Volkszeitung (LVZ) Falschmeldungen auf ihrem Internet-Portal nach dem Spiel zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und RasenBallsport Leipzig. Für zirka zwei Stunden wurde dort von “Ausschreitungen und Wasserwerfer im Umfeld des Leipziger Stadtderby” im Sachsenpokal 2013/2014 berichtet – nicht wahrheitsgemäß, genau wie der Artikel der LVZ einen Tag vor dem Derby!

“Kapitän Frahn hat seinen persönlichen Frieden mit den zurückliegenden Partien geschlossen. Nach Ausschreitungen hatte er sich öffentlich gegen die Krawallmacher positioniert und war dafür im Internet gemobbt wurden.” Falsch – Daniel Frahn hatte damals öffentlich gelogen und anschließend seine rufschädigenden Aussagen auf seiner Facebook-Seite dementiert (Ostfussball.com). Bis dato gab es darüber hinaus keine Entschuldigung seitens der LVZ und besagtem Spieler.

(Screenshot: LVZ-Online.de)

Die Realität am 12. Oktober in Leipzig: Es gab weder Ausschreitung noch Randale, dafür aber ein friedliches Fußballfest zum Leipziger Stadtderby! Viele Leipziger Fußballfans fragen sich nun in verschiedenen Foren und Communities: Werden durch die Leipziger Volkszeitung etwa gezielt Falschmeldungen in Richtung des 1. FC Lokomotive Leipzig gestreut oder ist das alles nur Zufall? Rufschädigung auf jeden Fall – fragt sich jedoch nur, für wen am Ende …

Was wirklich rund um die spannende Begegnung passierte, hat nun unsere Partnerwebseite HFM-TV mit einem ausführlichen Videobericht inklusive Interviews, Spielanalysen sowie exklusiven Trainer-Stimmen nach dem Spiel auf dem Videoportal YouTube zusammen getragen –

*HFM-TV über den Landespokal Sachsen bei der Partie 1. FC Lokomotive Leipzig vs. RasenBallsport Leipzig. “Wir freuen uns, für Euch über dieses brisante Spiel berichten zu können.”

[ab]

Sachsenpokal 2013/2014: 1. FC Lok Leipzig vs. RB Leipzig – live

Die durchaus brisante Partie im Sachsenpokal 2013/2014 wird am 12. Oktober 2013 ab 15:00 Uhr als so genannter Livestream im Internet bei den Kollegen vom Mitteldeutschen Rundfunk (mdr.de) übertragen.

Letzte Meldungen –

Die Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig haben einen gemeinsamen Fanmarsch vom Marktplatz zum Leipziger Zentralstadion geplant. Treffpunkt ist 12.00 Uhr, so der aktuelle Flyer mit dem Fußballidol Uwe Zötzsche als vermeintlicher “Blutsbruder”.

(Foto: Lok-Forum.de)

Sicherheitswarnung ausgegeben: Den Anhängern von RasenBallsport Leipzig wurde im Fanshop dringend angeraten, auf Schals oder Trikots mit dem Logo der Roten Bullen aus Angst vor eventuellen Übergriffen an diesem Tag zu verzichten. Über einen etwaigen Boykott des Spiels durch die Bullenanhänger wurde im RB-Fanforum nachgedacht und teilweise auch angekündigt.

Große Block- und Schwenkfahnen sind zum “Leipziger Derby” verboten. Zudem sollen die Ordner beim Einlass die Plakate und Spruchbänder kontrollieren. “Wir werden das Spiel mit rund 250 Security-Mitarbeitern absichern”, kündigte Gruschka an. Vor dem Stadion wird die Polizei mit meheren Hundertschaften deutliche Präsenz zeigen. Insgesamt sollen bis zu 15.000 Zuschauer das Stadion zu einer stimmungsvollen Kulisse in den Stadtfarben gelb und blau verwandeln. Löblich – vor dem Anpfiff will Lok zudem eine Erklärung gegen Rassismus und Extremismus verlesen lassen.

Zum Livestream >>>

Talkrunde vor dem Leipziger Derby bei Heimspiel TV

Sieg im Elfmeterschießen bringt Traumlos für Lok Leipzig

Noch vergangenes Wochenende stand der 1. FC Lokomotive Leipzig schon mit einem Bein vor dem Ausscheiden im Sachsenpokal 2013/2014 gegen einen Vertreter aus der 6. Liga, den SV Einheit Kamenz. Nur mit viel Glück konnte man nach Elfmeterschießen mit 9:8 gewinnen. Gestern gab es nun live die Auslosung im Sachsen-Fernsehen mit einem absoluten Traumlos in der 3. Hauptrunde für die blau-gelben Leipziger.

Sie treffen nämlich dann im Stadtduell auf RasenBallsport Leipzig, was sicherlich wieder einmal mehr für großen Zuschauerzuspruch im Zentralstadion sorgen wird. Eine Austragung im heimischen Bruno-Plache-Stadion halten wir aus sicherheitstechnischen Gründen allerdings derzeit für unrealistisch. Die offizielle Aussage dazu erwarten wir die nächsten Tage nach Absprache zwischen Verein, Verband und Polizei.

Elfmeterschießen Lok Leipzig vs. Einheit Kamenz –

Sachsenpokal mit sagenhaften 22 “Elfern” beim Elfmeterkrimi in Leipzig – Video by HFM-TV.de

(…) Am Montagabend wurden die Begegnungen der 3. Hauptrunde im Wernesgrüner Pokal-Sachsen ausgelost. Für diese qualifizierten sich die 30 Sieger der 2. Hauptrunde sowie die beiden sächsischen Vereine aus der 3. Liga (Chemnitzer FC und RasenBallsport Leipzig), die in den Runden zuvor Freilose erhielten. Die Auslosung, welche von Ulrich Günther (Staffelleiter Pokal) und Uwe Dietrich (Vorsitzender SFV Spielausschuss) vorgenommen wurde, ergab folgende Spielpaarungen (…)

Wernesgrüner Pokal-Sachsen
3. Hauptrunde
1. VfB Zwenkau : Radebeuler BC
2. FC Concordia Schneeberg : FC Eilenburg
3. BSG Stahl Riesa : Heidenauer SV
4. SpVgg GW Coswig : SG Sachsen Leipzig
5. Kickers Markkleeberg : NFV GW Görlitz
6. SV Lindenau : SV Germania Mittweida
7. FC Bad Lausick/BSG Chemie Leipzig* : Bornaer SV
8. BSV Gelenau : SV Merkur Oelsnitz
9. FSV Budissa Bautzen : FSV Zwickau
10. SG Empor Possendorf : VFC Plauen
11. FSV Motor Marienberg : VfB Auerbach
12. Königswarthaer SV : TSV Cossebaude
13. Döbelner SC : Chemnitzer FC
14. Großenhainer FV : SSV Markranstädt
15. Bischofswerdaer FV : FC Oberlausitz Neugersdorf
16. 1. FC Lokomotive Leipzig : RasenBallsport Leipzig

* Die Partie FC Bad Lausick gegen BSG Chemie Leipzig wird am 5. Oktober 2013 ausgetragen.

Die 3. Hauptrunde wird am Wochenende des 12. und 13. Oktober gespielt, die geplante Anstoßzeit ist um 14 Uhr. Die genauen Termine werden zeitnah bekannt gegeben. (sfv-online.de)

Alle weiteren wichtigen Informationen zum -> Sachsenpokal 2013/2014

[ab]

Sachsen-Pokal: Einheit Kamenz zum Heimspiel bei Lok in Leipzig

Für die 2. Runde im diessaisonalen Wernesgrüner-Pokal Sachsen wurde die nicht uninteressante Begegnung zwischen SV Einheit Kamenz und 1. FC Lokomotive Leipzig ausgelost, die Begegnung auf den 8. September terminiert. Und ist so aber auch schon wieder Makulatur, jedenfalls was das Heimrecht der Kamenzer betrifft.

Nach einem Bericht der Dresdner Morgenpost muss SV Einheit Kamenz “laut Polizei-Befehl” nunmehr auf den eigentlich zugelosten Heim-Auftritt verzichten und dafür in Leipzig-Probstheida auflaufen. Die polizeiliche Lage-Einschätzung dieser Pokal-Partie legte offenbar zugrunde, in Kamenz würden “schlagkräftige Dynamo-Fans anreisen und sich mit Lok-Anhängern prügeln”.

Eine Zuschauer-Trennung ist im Kamenzer Stadion aktuell nicht möglich. Und es sei zu befürchten, zur beabsichtigten Trennung aufgestellte “mobile Bauzäune würden niedergerissen”, wird Martin Wehner, Geschäftsführer bei SV Einheit Kamenz, zitiert. “Dagegen glaubt die Polizei, im Leipziger Bruno-Plache-Areal alles im Griff zu haben” (Dresdner MoPo).

(Hinweis am Bruno-Plache-Stadion – Foto: Ostfussball.com)

Die SG Dynamo Dresden spielt am besagten September-Tag übrigens im selbst so neu-titulierten FDGB-Pokal vor heimischer Kulisse im Rudolf-Harbig-Stadion gegen Borussia Mönchengladbach. Allerdings konnte auch dieses parallel stattfindende Spiel in Dresden die Polizei in ihren einmal getroffenen Lage-Einschätzungen für Kamenz wohl offenbar nicht mehr beeinflussen.

“Das ist traurig für Einheit. Da haben wir so ein Highlight – und dann können wir es unseren Fans wegen ein paar Chaoten nicht zu Hause präsentieren” (Martin Wehner, Dresdner Morgenpost).

[om]

Sachsenpokal 2013/2014: Termine und Informationen

Am 12. Juli 2013 findet die Auslosung der 1. Hauptrunde im Wernesgrüner Pokal-Sachsen der Saison 2013/14 statt. Die Auslosung wird um 15:00 Uhr auf dem Fußballplatz Nr. 2 auf dem Gelände der Sportschule “Egidius Braun” durchgeführt. Gelost wird unter der Leitung von Pokalstaffelleiter Ulrich Günther. Zur Ziehung der Lose stehen ihm zwei internationale Schüler des Goethe-Instituts zur Seite, welche aktuell im Rahmen des Sprachkurses “Deutsch und Fußball” für drei Wochen an der Sportschule untergebracht sind.

Die Auslosung findet im unmittelbaren Vorfeld eines Freundschaftsspiels zwischen einer amerikanischen Juniorenauswahl aus Florida und Schülern aus dem Kurs des Goethe-Instituts statt. Die Eröffnung dieses Spiels wird aller Voraussicht nach der amerikanische Generalkonsul in Leipzig, Mark J. Powell, vornehmen. Die Pokalauslosung ist öffentlich.

(Sachsenpokal 2013/14)

Zur Auslosung

Für die 1. Hauptrunde sind 72 Mannschaften gemeldet, darunter: 13 Landesligisten, 48 Bezirksligisten und 11 Kreispokalsieger beziehungsweise die von den Kreisverbänden gemeldeten Mannschaften. Es werden 20 Spiele ausgelost, 32 Mannschaften erhalten Freilose. Die sächsischen Mannschaften aus der NOFV Oberliga Süd (4) und der NOFV Regionalliga (4) erhalten ebenso Freilose wie die beiden sächsischen Mannschaften der 3. Liga.

1. Hauptrunde –

Die 1. Hauptrunde im Wernesgrüner Pokal-Sachsen wird am 3. und 4. August ausgetragen. Die planmäßige Anstoßzeit ist jeweils 15:00 Uhr (Abweichungen je nach Begegnung möglich).

VFC Plauen: MDR-Redaktion wird der Falschaussage beschuldigt

Während der Partie im Sachsenpokal 2012/2013 beim Döbelner SC zettelten nach dem 1:2-Rückstand Fans aus Plauen eine Schlägerei auf den Rängen an. Und aufgrund der Pleite ihres Team wohl zusätzlich frustriert, stürmten einige VFC-Anhänger nach dem Abpfiff auf den Platz und bedrängten dort Ordner, berichtete beispielsweise die Freie Presse.

VFC-Coach Dirk Berger äußerte sich anschließend gegenüber dem MDR und wurde von der Redaktion ergänzt –

“(…) Das ist nicht akzeptabel. Ich habe mich ja schon nach dem Torgelow-Spiel eine Stunde mit den Fans unterhalten und auch einen weiteren Dialog angeboten. Ich verstehe die Wut und die Enttäuschung, aber solche Dinge darf man nicht an den Tag legen. Ich spüre bei vielen Anhängern richtig Angst um den Verein. Aber durch solche Aktionen gegen die Spieler (Anmerkung der Redaktion: Spieler wurden nach der Partie tätlich angegriffen) verunsichert man die Mannschaft zusätzlich und schüchtert sie ein. Das bringt den VFC Plauen in Misskredit und schadet uns noch mehr. Ich bin aber auch dafür, dass der Verein jetzt in die Offensive geht und sagt: “So ist die Situation.” Es darf nichts beschönigt werden (…)” [mdr.de]

Diese zusätzliche Aussage der MDR-Redaktion wurde nun vom VFC Plauen energisch dementiert –

(…) Beim Pokalspiel am vergangenen Samstag beim Döbelner SC kam es zu Ausschreitungen während und nach dem Spiel, an denen auch Fans des VFC Plauen beteiligt waren. Der Verein verurteilt das Verhalten der Fans aufs Schärfste, betont aber gleichzeitig, dass es zu Angriffen gegen Spieler und den Trainer unserer Mannschaft nicht kam. Deratige Darstellungen in einigen Medien sind falsch und können von den mitgereisten offiziellen Vertreten des VFC nicht bestätigt werden (…) [vfc-plauen.de]

1. FC Lok Leipzig: Gewalt, nein Danke

Mit dem Slogan “Du hast es in der Hand – wende das Blatt. Gewalt? Nein! Danke!” startete gestern die Partie im Sachsenpokal 2012/ 2013 vor etwa 3100 Zuschauern im Leipziger Bruno-Plache-Stadion. Ein Banner mit dieser Aufschrift wurde von Jungen und Mädchen der Bambinis sowie der F-Junioren des 1. FC Lok Leipzig zu Beginn der Partie in das Stadion getragen und vor beiden Fankurven unter Applaus hochgehalten.

(Foto: Ostfussball.com)

Was zumindest vom Verein durchaus als löbliche Aktion gewertet werden konnte, machten dann jedoch gegenseitige Beschimpfungen mit teilweise diskriminierendem Hintergrund – gegen Homesexuelle und Minderheiten – von einigen Anhängern beider Vereine aus Leipzig und Chemnitz leider wieder zunichte. Zumindest blieb es aber vor und nach dem Spiel ruhig und die befürchteten Krawalle blieben aus. Allein hinter dem Gästeblock hatten sich über 30 Polizeifahrzeuge für die rund 400 mitgereisten Chemnitzer Fans aufgestellt, in der Luft kreiste zur zusätzlichen Überwachung über die gesamte Spielzeit ein Polizeihubschrauber.

Zuletzt waren beide sächsischen Vereine in den Fokus der Presse wegen Ausschreitungen oder Rassismus geraten. Der Chemnitzer FC hatte für das DFB-Pokalspiel gegen die SG Dynamo Dresden 25.000 Euro Strafe wegen rassistischer Rufe gegen einen farbigen Spieler zahlen müssen und anschließend Stadionverbote gegen verschiedene Fangruppen ausgesprochen. In Leipzig musste zum Stadtderby gegen die RasenBallsportler nach der Partie ein Wasserwerfer eingesetzt werden, als Schals und Fahnen von RB-Fans entwendet wurden. Jetzt liegt es an den Verantwortlichen, den langen und beschwerlichen Weg im Kampf gegen diese Probleme weiter zu gehen. Ein Anfang wurde gestern sicherlich aber auch in Leipzig gemacht.

[ab]

Sachsenpokal: 1. FC Lok Leipzig vs. Chemnitzer FC – live

Nach der ursprünglichen Ankündigung von Sachsen Fernsehen, erst ab dem Halbfinale im Sachsenpokal 2012/2013 mit Livespielen zu berichten, dürfen die ostdeutschen Fußballfans nun schon im Achtelfinale beim “Kracherspiel” zwischen 1. FC Lok Leipzig und Chemnitzer FC via Livestream kostenlos im Internet als Zuschauer dabei sein.

“Die SACHSEN FERNSEHEN Gruppe wird aus allen Spielrunden ausgewählte Spiele in voller Länge aufzeichnen und ausstrahlen. Ab dem Halbfinale wird es auch mindestens eine Partie live in einem der angeschlossenen Sender geben. Darüber hinaus werden alle Auslosungen im TV und Online zu sehen sein. Auf die Ausstrahlungen beziehungsweise Übertragungen der Begegnungen wird im Vorfeld rechtzeitig auf sfv-online.de und auf den Webseiten der Sender hingewiesen.” [Ostfussball.com]

(…) Am 14. Oktober treffen zwei Fußballschwergewichte aus Sachsen im Landespokal aufeinander. Lok Leipzig trifft dabei auf den Chemnitzer FC. Und das Beste ist: Unsere Kollegen von 8Sport übertragen die Partie LIVE im TV. Die Leipziger sind nach ihrem Regionalliga-Aufstieg voller Zuversicht, auch im Pokal eine Runde weiterzukommen. Gegen das Drittliga-Team vom Chemnitzer FC sind die Blau-Gelben aus Probstheida aber klarer Außenseiter. Trotzdem verspricht die Partie spannend zu werden (…) [sachsen-fernsehen.de]

Letzte Meldungen –

Chemnitz: Dem Chemnitzer FC stehen für dieses Pokalspiel insgesamt nur 500 Tickets zur Verfügung, die ausschließlich in Chemnitz zum Verkauf kommen. Die Tickets sind zu folgenden Preisen im CFC-Fanshop City erhältlich: Vollzahler: 9 Euro (inklusive 1 Euro Sicherheitszuschlag),  Ermäßigte: 7 Euro (inklusive 1 Euro Sicherheitszuschlag), Ermäßigt sind Schüler/Studenten/Rentner/Schwerbeschädigte. Kinder bis 12 Jahre erhalten freien Eintritt.

Leipzig: Die Connewitzer Straße sowie die Straße am Fördertum sind komplett gesperrt. Eine Zufahrt zum Gelände ist nur mit der Saison Dauereinfahrtsgenehmigung möglich. Tageseinfahrten können aufgrund von nicht vorhandener Platzkapazitäten nicht ausgegeben werden. Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird daher empfohlen. Dafür kann wieder die Tageseintrittskarte genutzt werden. Sie gilt jeweils vier Stunden vor und nach dem Spiel in der Zone 110 (Stadt Leipzig) als Fahrticket. Wichtiger Hinweis für alle Dauerkarteninhaber: Die Dauerkarte besitzt für das Pokalspiel keine Gültigkeit. Für den Besuch des Pokalspiels benötigen sie eine Tageseintrittskarte.

Zum Livestream >>>

Sachsenpokal 2012/2013: Ab Halbfinale mit Live-Spiel

Der Sachsenpokal 2012/2013 wird durch die Zusammenarbeit mit Sachsen Fernsehen zukünftig noch attraktiver. So informiert der Sächsische Fußballverband –

Auf der Präsidiumssitzung des SFV am 6. August 2012 wurde der Kooperationsvertrag über die Medienpartnerschaft unterzeichnet. Sachsen Fernsehen ist für die kommende Spielzeit der exklusive Partner bei der Übertragung der Begegnungen im Wernesgrüner Pokal-Sachsen 2012/2013.

(Screenshot: YouTube)

Die SACHSEN FERNSEHEN Gruppe wird aus allen Spielrunden ausgewählte Spiele in voller Länge aufzeichnen und ausstrahlen. Ab dem Halbfinale wird es auch mindestens eine Partie live in einem der angeschlossenen Sender geben. Darüber hinaus werden alle Auslosungen im TV und Online zu sehen sein. Auf die Ausstrahlungen beziehungsweise Übertragungen der Begegnungen wird im Vorfeld rechtzeitig auf sfv-online.de und auf den Webseiten der Sender hingewiesen.

Der Sächsische Fußball-Verband begrüßt die Partnerschaft mit Sachsen Fernsehen sehr. Sie sichert dem attraktiven Wernesgrüner Pokal-Sachsen eine breitere Plattform als bisher, da auch die Amateurvereine unterhalb der Oberliga in Zukunft zu sehen sein werden.

Die SACHSEN FERNSEHEN Gruppe besteht aus den Sendern DRESDEN FERNSEHEN, LEIPZIG FERNSEHEN, SACHSEN FERNSEHEN, 8Dresden und 8Sport. Weiterhin werden ausgewählte Spiele im Rahmen der Kooperation auch bei anderen sächsischen Lokal TV Sendern zu sehen sein.