BSG Chemie Leipzig und FC Sachsen Leipzig bald Einheit # 2
April 22, 2010 | In: BSG Chemie Leipzig, FC Sachsen Leipzig, Oberliga NOFV-Süd
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Nach dem Angebot von der BSG Chemie Leipzig (ostfussball.com berichtete) meldet sich nun der FC Sachsen Leipzig zu Wort:
Der FC Sachsen hat die Erklärung und das Angebot der BallSG zur Kenntnis genommen und begrüßt die Initiative zur Erlangung der Einheit des Leutzscher Fußballs AUSDRÜCKLICH. Nichtsdestotrotz wird auch diese Entscheidung durch die Mitgliederversammlung unseres Vereines getroffen. Wir können deshalb keine Erklärung im Namen unserer Mitglieder abgeben. Inhaltlich können wir als Vorstand jedoch nahezu identische Übereinstimmung feststellen. Die getroffenen Feststellungen können wir nur unterstreichen.
Rein sachlich steht einer Einigung des Leutzscher Fußballs nichts im Wege. Wir wissen natürlich um die hohe Emotionalität auf beiden Seiten. Umso mehr sollte man den jetzigen Schritt der BallSG schätzen. Die Historie ist bekannt, Macher und Mitglieder der BallSG haben sich vor knapp zwei Jahren entschlossen, ihren eigenen Weg zu gehen, weil sie mit vielen Dingen, die beim FCS geschahen, nicht einverstanden waren – wie auch viele Mitglieder des FCS, die unserem Verein erhalten blieben. Die Gründe sind nicht mehr existent, so dass das jetzige Vorgehen logisch und konsequent erscheint. Wir haben keinen Grund, uns dem zu verschließen, wissen wir doch nur zu genau um die Probleme, die unser FCS derzeit hat. Insolvenz, Geldnot, Vertrauensverlust, der sich in nur zögerlicher Sponsorengewinnung, Zuschaueraufkommen und Mitgliederentwicklung niederschlägt. Auch die Bereitschaft, das Ehrenamt zu stärken, hält sich in engen Grenzen. Wir werden es aber nur schaffen, diesen Verein zu erwecken, wenn wir mit ALLEN Kräften rechnen können, wenn uns noch mehr Menschen unterstützen. Sonst führen wir einen Kampf mit ungeheurem Verschleiß, und auch unsere Kräfte sind nur beschränkt. Aus diesem Grunde werden wir unseren Mitgliedern empfehlen, dieses Angebot sehr genau und verantwortlich zu prüfen und gegebenenfalls auch über ihren Schatten zu springen und persönliche Befindlichkeiten und Bedenken hinten an zu stellen. Wie der Vorstand auch stehen die Mitglieder in der klaren Verantwortung, was in ihrem Verein geschieht und haben die Konsequenzen etwaiger Missentwicklung und Kurzsichtigkeit zu tragen. Diese neue Qualität muss auch der FC Sachsen erlernen, sonst sind wir in einem fatalen Kreislauf gefangen, aus dem wir nicht entrinnen. Entwicklung und positive Perspektive wird nur möglich, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Jeder Einzelne muss lernen und sich daran messen lassen, zurückzustehen und das große Ganze zu sehen und zu respektieren.
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