1. FC Magdeburg: ASAP-Sommermärchen?

Nicht wenigen Fußballfans in unserer ostdeutschen Region kam die Offerte von ASAP für den 1. FC Magdeburg in den Wintermonaten doch recht spanisch vor. Schnell geisterten Millionenbeträge in den Medienlandschaften durch den Raum, welche den Magdeburgern “goldene Zeiten” voraus sagten.

So sollte der Investor ASAP den ostdeutschen Verein 1. FC Magdeburg mit jährlich drei Millionen Euro in den nächsten vier bis fünf Jahren in die 2. Bundesliga bringen. Eine spanisch-schweizerische Investorengruppe verhandelt mit dem Präsidium des Clubs und will mehrere Millionen Euro in die erste Mannschaft investieren (Ostfussball.com berichtete).

“Man sei zuversichtlich, dass das Angebot seriös ist. Die beiden Asap-Geschäftsführer sind schließlich extra aus Madrid nach Magdeburg angereist”, so verkündeten Magdeburger Verantwortliche und hinterließen einen Hauch von Naivität aus längst vergangenen Jahren.

Passiert ist seitdem nicht mehr viel und auch die letzten Optimisten sind still geworden. Doch gibt es weiterhin noch Hoffnung? “Wir werden rechtzeitig zur neuen Saison da sein! Daran gibt es keinen Zweifel”, sagt Asap-Deutschland-Chef Mario Reig Leffler. Seit Dezember wird verhandelt, warum gibt es bisher keinen Abschluss?

Reig Leffler: “Der Investor, der beim FCM einsteigen wollte, hat sich jetzt einen Klub in der englischen Premier League entschieden. Inzwischen haben wir einen neuen Investor, der Magdeburg helfen will”. Freitag ist Reig Leffler wieder beim FCM. Klubsprecher Stefan Lietzow: “Wir sind weiter an einer Zusammenarbeit mit Asap interessiert”.

Beim genannten Investor TMS Group AG handelte es sich übrigens um um eine Firma, die als Briefkasten für eine Interessengruppe fungiert und dessen Eigentümer nicht daran interessiert sind, mit der Firma öffentlich aufzutreten – auf gut deutsch: eine Briefkastenfirma.

Foto: MDCC Arena by Wikipedia

Unterdessen ist der 1. FC Magdeburg sportlich wie auch finanziell weiter auf rasanter Talfahrt. Glücklicherweise besteht zumindest für diese Spielzeit keine Möglichkeit des Abstiegs in untere Gefilde, Dank der neuerlichen Reform der Regionalliga.

[ab]