1. FC Lok Leipzig: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!
März 29, 2011 | In: 1. FC Lok Leipzig, Fußballfans, Oberliga NOFV-Süd, RB Leipzig, Spieler-Infos, Ultras
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Viele Mitglieder des 1. FC Lok Leipzig, aber auch Fans des Ostfußballs, haben sich im vergangenen Jahr an der Spendenaktion “Lokisten kaufen sich raus!” beteiligt. Mit der Zahlung der Summe von jährlich 10.000 Euro wollte ursprünglich RasenBallsport Leipzig im Gegenzug vollen Zugriff auf den Nachwuchs des 1. FC Lokomotive Leipzig erhalten (ostfussball.com berichtete). Die Pläne konnten jedoch glücklicherweise in letzter Minute auf der AMV im Februar 2011 verhindert werden. Insgesamt wurden bei dieser erfolgreichen Aktion weit mehr als 12.000 Euro gesammelt, welche nun dem Leipziger Traditionsverein für den eigenen blau-gelben Nachwuchs zu Gute kommen sollen – eigentlich …
Denn beim Organisator “UKW” kommen nun durchaus berechtigte Zweifel auf, ob das gesammelte Geld tatsächlich auch für den eigentlichen Verwendungszweck im Endeffekt genutzt werden wird.
“… sodass ich glaube, dass es besser ist, wenn die Spenden erst nach feststehenden und besprochenen Projekten für unseren Nachwuchs von uns angewiesen werden. Die Zusage, die Restsumme pauschal zu überweisen, ziehe ich aus diesem Grund zurück!” [lok-forum.de]
Nur einen Tag zuvor gab man zähneknirschend bekannt, dass der Restbetrag nun an die Vereinsführung überwiesen wird: “Wir werden in den nächsten Tagen die für dieses Jahr fällige Restsumme in Höhe von 9.400,- € an den Verein überweisen. Uns wäre es natürlich 1000 mal lieber gewesen, wir hätten in konstruktiven Gesprächen mit den Vereinsverantwortlichen die einzelnen zielgerichteten Verwendungszwecke für unseren Nachwuchs zusammen absprechen und festlegen können, doch wegen Kommunikationsproblemen ist dies leider nicht möglich.”
Eine sicherlich einfache Möglichkeit wäre nun die Schaffung eines Treuhandkontos zur Überwachung des Geld-Transfers.
[ab]
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6 Antworten to 1. FC Lok Leipzig: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!
chief
März 29th, 2011 at 09:08
Da wäre es ja fast schon besser gewesen, LOK nimmt das Angebot von Rasenballsport an! Dann hätte der Verein mit dem Geld machen können was er will und in die Jugend wäre auch investiert worden. Zwar nur von RB, aber da hätten dann beide Seiten was davon gehabt. o-8
Außerdem ist der Vertrag meines Wissens nach nicht so aufgesetzt gewesen, dass RB nach herzenslust über die gesamte Jugend von LOK verfügen konnte! Verallgemeinern hilft nicht zu veranschaulichen!
[ab]
März 29th, 2011 at 14:20
Da nicht nur Mitglieder gespendet haben, sondern auch Nichtmitglieder des Vereins sowie Unterstützer des Ostfußballs, ist es durchaus berechtigt auf die korrekte Anlage des Geldes beim Lok-Nachwuchs zu achten.
schiRi
März 29th, 2011 at 13:45
Was ja gar nicht geht, ist neben dem gewählten Vereinsvorstand eine “Nebenregierung” einzurichten. Die Vorbehalte von UKW sind unberechtigt: die Schatzmeisterin ist doch gewählt worden und genießt somit das Vertrauen der Vereinsmitglieder. Die sogenannten Spender, die nicht einmal ein Prozent zum Umsatz des Vereins beitragen, sind in der Minderheit. Sie stellen eine Gefahr für die Zukunft des Vereins dar, schrecken Sponsoren ab, die auf Kontinuität und nicht auf Aktionismus setzen. An den ungewählten, selbsternannten Funktionären sind schon andere Vereine, u.a. der Vorgänger, immerhin der erste deutsche Fußballmeister, zugrundegegangen. Nichts gegen Sammelaktionen, aber die Vereine gehen daran kaputt, wenn jeder, der in den Mitgliederversammlungen überstimmt worden ist, meint, er müsse sich nun die satzungsgemäßen Rechte der gewählten Führungspersonen selbst anmaßen.
axel freitag
März 29th, 2011 at 16:02
Wir haben dafür gespendet, dass von den KOOP-Vertrag-Befürwortern das Argument ” 1o T€/Jahr” bei der Diskussion pro/contra nicht ins Feld geführt werden kann. Keinesfalls ging es dabei um einzelne Nachwuchsprojekte, sondern vielmehr darum, dass der Etat im Nachwuchs durch eine evtl. Ablehnung der Kooperation nicht verringert werden muss. Deswegen ist die Benennung eines Kontos vorerst völlig ausreichend, zum Ende der Saison kann man immer noch den Nachweis der Geldmittelverwendung vom Vorstand verlangen.
Was hier abgeht, ist das Ausleben von persönlichen Befindlichkeiten und eines Privatkrieg auf Kosten des Vereins und nichts anderes.
Also Schieri, der Artikel nebst den Zitaten von UKW entspricht nicht den Meiungen aller Spender.
UKW
März 29th, 2011 at 20:28
Da hier meine Beiträge aus dem Lok-Leipzig-Forum vom gestrigen Tag (ohne mein Wissen) zitiert werden, möchte ich, nachdem es heute ein ausführliches und klärendes Gespräch mit der Schatzmeisterin Frau Pahlhorn gab, meinen heutigen Beitrag ebenfalls veröffentlichen.
“Nach einem gerade stattgefundenen ausgiebigen Gespräch mit unserer Schatzmeisterin Frau Pahlhorn, welches zu einem reinigendem Gewitter führte, möchte ich folgende getroffene Absprachen veröffentlichen.
1. Das bisher nicht ausgezahlte Geld für dieses Jahr (9.400,- €) bleibt bis auf weiteres auf dem Spendenkonto. Dort liegt es sicher und wird dazu noch verzinst.
2. Sobald der Verein sinnvolle Projekte der Nachwuchsförderung im Auge hat (so z.B. ein Sommertrainingslager für die A- und B-Jugend, Kosten wohl um die 6.000,- €), wird sich der Verein bei uns Initiatoren melden und wir überweisen dann den auf der Rechnung angegebenen Betrag an den Verein.
Das Geld wird definitiv nicht für normal laufende Kosten verwendet!
3. Da uns Initiatoren manch einer unterschwellig, aber auch schon offen Veruntreuung von Spendengeldern vorwarf, sowie der eine oder andere auch das Geld nicht sicher beim Verein sehen würde, wird festgehalten, dass beidseitig auf die sinnvolle Verwendung des Geldes geachtet wird.
4. Spendenquittungen kann es aus steuerlichen Gründen erst dann geben, wenn das Geld beim Verein eingegangen ist, ich bitte Diejenigen, die diese benötigen, sich noch etwas zu gedulden.
5. Um Situationen wie das soeben Erlebte nicht wieder aufkommen zu lassen, werden wir perspektivisch besser und vertrauensvoller miteinander kommunizieren, denn dieses Manko war der Hauptauslöser dieses Konfliktes. Dass wir LOK im Herzen tragen, unsere gemeinsamen Verein weiter voran bringen wollen und loyal zu ihm stehen, wissen wir, auch wenn wir ab und zu unterschiedliche Ansichten zu einzelnen Sachthemen haben.”
chief
März 29th, 2011 at 23:32
Wenn es jetzt schon so ein hick hack darum gibt was mit dem Geld geschieht, dann sehe ich die Spendenbereitschaft für nächstes Jahr nicht wieder auf diesem Niveau! Folglich wird der Ruf nach einer erneuten Übernahme wieder aufbrennen. Ich denke, dass Rasenball mit dem neuen Trainingszentrum auch ein schlagkräftiges Argument mehr in petto hat!