1. FC Lok Leipzig: Klares Votum gegen Kooperation mit RasenBallsport Leipzig

Februar 6, 2011 | In: 1. FC Lok Leipzig, Fußballfans, Oberliga NOFV-Süd, RB Leipzig, Regionalliga Nord, Spieler-Infos, Ultras


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Auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Lok Leipzig wurde gestern die Kooperation mit RasenBallsport Leipzig im Nachwuchsbereich gekippt und ist demnach für voll und ganz als gescheitert erklärt. Mit insgesamt 307 zu 89 Stimmen ist diese Entscheidung gegen eine Zusammenarbeit mit dem Retortenverein des österreichischen Getränkeherstellers mit deutlicher Mehrheit ausgefallen.

Schon während der Sitzung wurden immer wieder Rufe wie “Scheiss Red Bull” im Saal skandiert, so kann man es im Liveticker nachlesen.

Doch bevor es zur wichtigen Abstimmung gekommen war, wurde der neue Vorstand gewählt. Im neuen Aufsichtsrat sind nun auch vertreten: Dr. Erwin Czempik, Gunter Weißgerber, Frank Müller, Jens P. Hirschmann. Zuvor stellte letzterer deutlich klar, dass RasenBallsport Leipzig unbedingt bekämpft werden muss. Eine Forderung, welche großen Applaus bei den anwesenden Mitgliedern erntete.

Während die Mitglieder den neuen Aufsichtsrat begrüßten und das alte Präsidium verabschiedet wurde, ist Steffen Kubald bereits klammheimlich verschwunden. Er war wegen diesem Kooperationsvertrag in die Kritik der Vereinsmitglieder geraten. Seinen letzten großen Auftritt hatte Herr Kubald in der TV-Produktion von Servus.tv, ebenfalls ein Medienableger des österreichischen Red-Bull-Konzerns.

Foto: faz.net

Foto: faz.net

Zuletzt berichteten wir in diesem Zusammenhang über die Iniative Lokisten kaufen sich raus. Diese erfolgreiche Spendenaktion der Leipziger Fangemeinde, an der sich auch Ostfussball.com beteiligte, brachte bis gestern 10.300 Euro in die Kassen des Vereins und zeigte klar, dass in Leipzig eine starke Abneigung gegen derartige Vorhaben besteht. Mit der Zahlung der Summe von jährlich 10.000 Euro wollte RasenBallsport Leipzig im Gegenzug vollen Zugriff auf den Nachwuchs des 1. FC Lokomotive Leipzig erhalten (ostfussball.com berichtete).

Wieder einmal musste der unbeliebte Verein der Marketingabteilung von Red Bull in Leipzig eine herbe Niederlage hinnehmen. Sympathien kann man sich eben nicht erkaufen, Abneigung gegen solche Projekte gibt es dafür gratis zuhauf.

[ab]


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3 Antworten to 1. FC Lok Leipzig: Klares Votum gegen Kooperation mit RasenBallsport Leipzig

admin

Februar 6th, 2011 at 18:36

Aktueller Nachtrag:  Lok Leipzig gewinnt das Stadtderby gegen den FC Sachsen Leipzig vor 10.600 Zuschauern im Zentralstadion mit 2:0. Für den FC Lok endet somit ein erfolgreiches Wochenende, aus dem der Verein sicherlich gestärkt in die kommenden Wochen gehen wird.

Klacks

Februar 13th, 2011 at 21:29

“Herbe Niederlage” ist ja wohl ein schlechter Witz.

Sorry, aber junge Talente werden auch so zu Red Bull gehen. Lok hätte sich mit dem Vertrag schnell 30000 Euro verdienen können (10k/Jahr), was zugegeben nicht viel ist, aber jetzt gibt es halt gar nichts.

RB wird die Entscheidung relativ egal sein, öffentlich wird sie zwar bedauert, aber ein wirklicher Nachteil ist dadurch nicht entstanden.

Man sollte sich bei Lok sowieso erstmal um den Nicht-Abstieg kümmern, Derbysieg hin oder her, so wie der FC Sachsen gespielt hat, hätte auch Loks Zweite gewonnen.

Man hat ja gestern wieder gesehen, dass es gegen Mannschaften wie Auerbach bei weitem nicht reicht. Aber ich denke, mit Herrn Notzon bzw. Goldgas hat man jemanden, der den Abstieg noch verhindern könnte. Die Zukunft wird es zeigen.

Mirko Linke

Februar 14th, 2011 at 19:12

@Klacks:
Die lächerlichen 10.000 pro Jahr von RB haben die LOK-Fans innerhalb von knapp zwei Monaten selbst gesammelt (über 12.000 Euro mittlerweile).
Es war eine herbe Niederlage für RB und ein Sieg für den Fußballsport!
Und das ist auch gut so!
Wir sind nicht käuflich! LOK

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